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Infineon stellt sich auf schlechtere Zeiten ein

Der Halbleiterhersteller Infineon stellt sich nach dem besten Geschäftsjahr seiner Unternehmensgeschichte auf einen spürbaren Abschwung ein. Die Kunden hielten sich zunehmend zurück, Umsatz und Gewinn dürften im neuen Geschäftsjahr deutlich sinken, kündigte der DAX-Konzern am Mittwoch an.


Für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2010/11 legte der Vorstandsvorsitzende Peter Bauer eine Rekordbilanz vor. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro, und der Gewinn verdoppelte sich auf 1,12 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Chips für Industrieanlagen, Waschmaschinen und Autos ließ bei Infineon die Kasse klingeln. Aber der Boom ist erst einmal vorbei. Vor allem im Industrie- und im Sicherheitskartengeschäft laufen die Geschäfte schlechter.

Im laufenden ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 kann Infineon auf Konzernebene bereits einen Umsatzeinbruch von etwa zehn Prozent absehen. Die Gewinnmarge, die im abgelaufenen Jahr noch knapp 20 Prozent betrug, dürfte auf knapp 14 Prozent sinken. Und auch im Gesamtjahr erwartet Infineon einen Umsatzrückgang in einer Größenordnung von etwa fünf Prozent und eine Marge von nur noch etwa 10 bis 15 Prozent.

"Wir sind natürlich nicht immun gegen Konjunkturschwankungen", sagte Vorstandschef Bauer. Er hatte den Konzern nach langjährigen Verlusten radikal umgebaut und in die Gewinnzone geführt. Die Fokussierung auf die drei Kernfelder Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit werde Infineon "profitables Wachstum durch den Zyklus" sichern. Die langfristigen Trends seien intakt.

(dapd/ Roland Losch)


 


 

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