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CSD

Christopher Street Day in München- Eine Politparade mit vielen bunten Kostümen

Zum 30. Mal trafen sich vergangenen Samstag, den 17. Juli, Schwule, Lesben und Transgender um gegen ihre Diskriminierung und für mehr Toleranz zu demonstrieren. Mehrere zehntausend Menschen feierten das ganze Wochenende den Christopher Street Day in München. 52 Formationen nahmen an der Parade durch die Innenstadt teil.

Von den Schwulplattlern über den Karate Vereine von Schwulen und Lesben und Amnasty Internationel bis zur Münchner Aidshilfe, sie alle wollten demonstrieren, zum 30. Jubiläumstag des CSD, des Christopher Street Days in der Münchner Innenstadt. Die Parade mit bunten, schrillen und fantasievollen Kostümen, Wägen, Süßigkeiten und lauter Musik war die bisher Größte, die die Stadt München gesehen hat. 

Der Anfang war schwer beim Christopher Street Day

Vor 30 Jahren war all das kaum vorstellbar. Thomas Niederbühl, Sprecher der Veranstaltung und Stadtrat der Rosa Liste: „Wir haben etwas zu feiern, denn 1980 kamen zum ersten CSD gerade mal 100 Schwule, 30 Lesben zusammengekommen um teilweise vermummt durch die Straßen zu ziehen. Die Demonstration war damals still und von der Polizei in Zivil begleitet. Die Stimmung war ganz bedrückend, da man nicht wusste wie die Reaktionen der Mitbürger sein würden. Heute feiern wir zwei Tage lang eine politische Party am Marienplatz.“

Der Christopher Street Day heute: nicht nur kommerziell sondern auch politisch

Neben Oberbürgermeister und Schirmherr des CSD, Christian Ude, der ganz vorne bei der Parade mit marschierte, war auch Claudia Roth auf einem der Wägen zu sehen. Hep Monatzeder, dritter Bürgermeister der Stadt München machte seine Solidarität mit folgenden Worten ganz deutlich: „Wir wollen zeigen, dass Schwule, Lesben, Transgender zu München gehören, wie der blaue Himmel zu Bayern!“

Deine Stadt - deine Community – deine Freiheit war das Motto des diesjährigen CSD

Das Motte des CSD, sollte eines klar stellen: Freiheit und Gleichheit sind immer noch Ziele, um die gekämpft werden muss – bis heute. „Die Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit,“ so Rita Braatz, Öffentlichkeitsreferentin der Lesbenberatungsstelle in München. „Freiheit, ist nicht vom Himmel gefallen, sie wurde errungen und gefordert. Eine 100 prozentige rechtliche Gleichstellung aller Menschen ist unser Ziel für die Zukunft. Noch vor 30 Jahren hat sich niemand für uns interessiert. Solidarität ist das A und O einer liberalen Gesellschaft. Leider gibt es bis heute gewaltsame Übergriffe.“

Der CSD, eine weltweite Demonstration 

1969 begann die Schwulen- und Lesbenbewegung in New York an der Christopher Street. Diese Straße ist Namensgeber der Demonstrationen, die heute auf der ganzen Welt, von New York über Amsterdam bis San Francisco, stattfinden. Der Gedenktag fand zehn Jahre später, 1979 in Bremen und Berlin zum ersten Mal statt. Neben Köln, Hamburg und Stuttgart ist München dieser Gedenktag mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, die im Terminkalender der Stadt München eingetragen ist.

(Karolina Skrobol)


 


 

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