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10 Fragen an...Fabian Fronhofer

"Start-ups profitieren schon jetzt von Cloud Computing"

business-on.de sprach mit Fabian Fronhofer, IT Consultant und Geschäftsführer der Agentur Steckenpferd über Cloud Computing.

business-on.de: Nutzen Sie Cloud Computing ?

Fabian Fronhofer: Die Agentur Steckenpferd nutzt schon seit Monaten täglich Cloud Services.

business-on.de: Wofür genau?

Fabian Fronhofer: Wir nutzen Cloud Services als Online-Speicherplatz, CRM (Customer-Relationship-Management, Kundenbeziehungsmanagement) und Online-Office-Anwendungen.

business-on.de: Wie nutzen Sie die Cloud?

Fabian Fronhofer: Unser Cloud-Konzept ist eine Mischung aus Public und Private Cloud. Hauptsächlich nutzen wir „Infrastructure-as-a-Service“ Dienste und „Software-as-a-Service“ Dienste. Für sicherheitsrelevante Daten nutzen wir Private Clouds. Hier kann man gespannt sein, welche neuen Lösungen der stark wachsende Cloud Service Markt in naher Zukunft anbietet.

business-on.de: Worin liegt der Unterschied zwischen „Infrastructure-as-a-Service“ und „Software-asa-Service“?

Fabian Fronhofer: Saas-Dienste ermöglichen die Verwendung von Software ohne Installation und eigene IT Infrastruktur . Ein bekannter Saas Dienst ist Google Docs. Iaas-Dienste bieten ganze IT-Infrastrukturen und Ressourcenverwaltung an. Ein bekannter Iaas-Anbieter ist Dropbox.

business-on.de: Was sind die Vorteile von Cloud Computing?

Fabian Fronhofer: Einige Public Cloud Dienste sind schon jetzt ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit geworden und bieten auf der Seite von Kosten, Nutzen und Flexibilität sehr viele Vorteile.

business-on.de: Wie sehen diese konkret aus?

Fabian Fronhofer: Durch Cloud Computing können Strom- und Hardware-Kosten gespart werden. Die Skalierbarkeit der Cloud Dienste bietet weitere vorteilhafte Preismodelle. Hürden, Kosten und Risiken können bei der Einführung neuer Anwendungen reduziert werden.

business-on.de: Welche Risiken gibt es?

Fabian Fronhofer: Wie bei allen Daten Outsourcing -Aktivitäten ist man auch bei Cloud Computing mit den gleichen Risiken konfrontiert. Risiken wie Vendor-Lock-In, Störungen der Cloud Dienste oder Insolvenz eines Cloud Anbieters, können durch Vertragsgestaltung und durch Hinzunahme von einem zweiten Cloud Dienstes (z.b. für Backups) minimiert werden. Das fehlende Vertrauen in die Datensicherheit der Cloud Dienste ist noch für viele Unternehmen die größte Hürde, ihre Daten in die Cloud zu verlagern. Hier ist zu beachten, dass verschlüsselte Daten in der Cloud u. U. sogar sicherer als unverschlüsselte Daten im eigenen Rechenzentrum sind. Im Bereich Cloud Datensicherheit wird sich noch einiges in der Zukunft bewegen.

business-on.de: Wie sicher sind die Clouds bzgl. Datenschutz?

Fabian Fronhofer: Hier ist der Standort des Cloud-Anbieter entscheidend. Eine Cloud, die eingelagerte Daten zum gleichen Zeitpunkt an verschieden Orten auf der Welt repliziert, unterliegt natürlich den unterschiedlichen Datenschutzbedingungen der jeweiligen Länder, in denen die Datensätze liegen. Deshalb ist es wichtig abzuklären, wie die Struktur und Topologie einer Cloud genau aussehen.

business-on.de: Für wen lohnt sich Cloud Computing?

Fabian Fronhofer: Start-ups profitieren schon jetzt von Cloud Computing. Firmen mit laufender IT-Infrastruktur müssen erst eine passende Cloud Strategie entwickeln um Cloud Computing effizient einsetzen zu können. Für IT-Leiter ist es auf jeden Fall lohnenswert, sich mit dieser Innovation auseinanderzusetzen. Personal Clouds wie z.B. iCloud gehören die Zukunft. Solche Systeme werden den Tablet-PC- und Smartphone-Markt noch weiter vorantreiben.

business-on.de: Welche Trends erwarten Sie im Bereich des Arbeitens mit der Cloud?

Fabian Fronhofer: Der Trend geht zum mobilen Echtzeit-Internet. Cloud Computing ist jetzt schon ein Teil von Mobile Device. Wenn Mobile Device zu einer Massenbewegung wird, werden immer mehr Menschen automatisch mit Clouds arbeiten. Dadurch wird Cloud Computing ein Teil unseres täglichen Arbeitsprozesses werden. Gespannt darf man auf die Entwicklung von Google’s Chrome OS sein. Vielleicht kommt dann schon bald auch unser Betriebssystem aus der Cloud.

(Kathrin Hollmer)


 


 

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1 Kommentar

von iJXMpIpCBhaoEPug
26.02.12 17:29 Uhr
tAKeAOdfNiGhoJf

spatestens seit der CeBIT und auch bei DocuWare beschaftigt man sich sehr keonrkt mit der Wolke. Das gilt ubrigens nicht nur fur Unternehmensstrategie, Kundenanforderungen und Businessmodelle.

 

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