Weitere Artikel
Cloud Computing

Strategiegespräch zu Cloud Computing

Mit Cloud Computing zeichnet sich in der Informationstechnologie eine grundlegende Veränderung ab. Diese Entwicklung sollte aus Sicht des Hightech-Verbands BITKOM von der deutschen und europäischen Wirtschafts- und Technologiepolitik stärker aufgegriffen werden.

Der BITKOM hat dazu mit einem Netzwerk von Partnern ein Aktionskonzept entwickelt und stellt dies heute im Bundeswirtschaftsministerium vor. „Deutschland muss einen eigenständigen Beitrag zum Cloud Computing leisten“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer heute in Berlin. Staatssekretär Dr. Bernd Pfaffenbach hat auf Anregung des BITKOM Wissenschaftler, IT-Anbieter und -Anwender zum Strategiegespräch geladen. Im Mittelpunkt stehen Chancen und Herausforderungen von Cloud Computing für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland. 

Das BITKOM-Konzept umfasst sechs Aktionslinien: Recht und Regulierung, Kommunikation, Kooperationen, Standardisierung, Exzellenzentwicklung sowie europäische Einbindung. Für die Umsetzung soll eine offene und organisationsübergreifende Arbeitsstruktur gebildet werden. Das Aktionskonzept soll bis Ende April zwischen den Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft abgestimmt und durch Projekte und Arbeitspläne unterfüttert werden. 

„Cloud Computing wird die Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihre Geschäftsmodelle nachhaltig verändern“, sagt Scheer. In weniger als zehn Jahren werden viele Unternehmen ohne hausinterne IT und Rechenzentren auskommen. Dann werden fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen – zumindest ergänzend. Scheer: „Ich wünsche mir eine Gründungswelle im Zusammenhang mit der Cloud. Und ich möchte, dass Deutschland im Datenschutz und in der Datensicherheit eine weltweit führende Rolle übernimmt.“

Cloud Computing kombiniert bekannte Technologien mit neuen Konzepten und bietet für die Geschäftsmodelle von IT-Anwendern und -Anbietern völlig neue Möglichkeiten. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen flexibel in Echtzeit als Service über das Internet oder innerhalb eines Firmennetzwerkes bereitgestellt. Abgerechnet wird nach Nutzung, aus langfristig fixen Investitionen werden variable Kosten. Die IT-Leistungen können sich beziehen auf Software, Plattformen für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen sowie die Basis- Infrastruktur , etwa den Speicherplatz. Scheer: „In der Cloud gilt ein 1:n-Verhältnis: Eine Lösung wird von vielen genutzt. Skaleneffekte sind deshalb nicht mehr auf die Hardware begrenzt, sondern können auf Software und IT-Services ausgeweitet werden.“ Insbesondere Softwarehäuser, die bislang mit Lizenzmodellen arbeiten, stehen damit vor großen Herausforderungen. „Wichtig ist, dass die hier tätigen Softwarehäuser den Schritt zu den leistungsabhängigen Bezugsmodellen der Cloud schaffen“, so Scheer. Dabei könne die gemeinsame Aktion mit Politik und Wissenschaft helfen.

(Redaktion)


 


 

Cloud Computing
Strategiegespräch
Informationstechnologie
Datenschutz
variable Kosten

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Cloud Computing" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: