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Dackelclub

Münchner Verein lässt Dackelkultur neu aufleben

Der Dackel kommt wieder in Mode. Der 2010 gegründete Münchner Dackelclub etwa hat sich "die Aufrechterhaltung der Kultur und Tradition rund um den Dackel in München" zum Ziel gesetzt.

Am Samstag hat der Verein seinen ersten Geburtstag gefeiert, standesgemäß mit "Münchens erster Dackelparty". Auf dem Programm standen unter anderem ein Buddelwettbewerb, ein Wurstwettlauf und eine Gummientenjagd.

Henrike Haarstick, die 24-jährige Gründerin des Clubs, gibt unumwunden zu, dass es durchaus auch "kritische Stimmen gegen den modernen Dackelclub" gibt. Sie selbst sei aber eben nun mal keine Traditionalistin. Im Gegenteil: Haarstick und der Dackelclub wollen vor allem zeigen, dass der Dackel ein äußerst moderner, zeitgemäßer und trendiger Hund ist - oder zumindest sein kann.

Die Organisatoren haben sich alle Mühe gegeben und in der Tat ist das umzäunte Gelände in der Nähe des Münchner Tierheims bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung gut besucht. Um die 50 Dackel tollen auf der Wiese umher, verfolgt von den stolzen Blicken ihrer Herrchen und Frauchen. Erwachsene Männer rufen ihren Lieblingen mit völliger Selbstverständlichkeit Kommandos in Babysprache zu. Die Meute bleibt gelassen. Nur selten geraten zwei Streithähne aneinander, dann aber bricht auf dem gesamten Gelände sofort Hektik aus.

"Ein Dackel gehört zu Bayern wie der König und das Bier"

Werner Waldhütter ist zusammen mit seiner Frau und den beiden schwarzen Kurzhaardackeln Sissi und Kini zur Party gekommen. Der 52-Jährige trägt zur Lederhose ein T-Shirt mit dem Foto seiner beiden Lieblinge. Die beiden drei und vier Jahre alten Dackel seien gefragte Komparsen und Models, berichtet Waldhütter und beginnt die zahlreichen Filme aufzuzählen, in denen Sissi und Kini bereits mitgewirkt haben. Gefragt danach, was denn das Besondere an den Dachshunden sei, stellt er klar: "Ein Dackel gehört zu Bayern wie der König und das Bier."

Für Christine Paxmann hingegen ist der Dackel vielmehr ein "Künstlerhund". Die 50-jährige Autorin und ihr Rauhaardackel Bruno verfolgen das rege Treiben eher aus der Entfernung. Schließlich ist Bruno schon 14 Jahre alt und damit dem Wurstwettlauf-Alter weit entwachsen. Sein Frauchen ist sich indes sicher, dass es kein Zufall sein könne, dass viele große Künstler - von Andy Warhol bis Picasso - Zeit ihres Lebens dem Dackel verfallen gewesen seien. "Künstler mögen ihn, weil er so ein Freigeist ist, so ein Individualist", erklärt sie.

Vereinsgründerin Haarstick betont, sie wolle mit ihrer Arbeit vor allem eine Plattform schaffen, "wo sich Dackelbesitzer untereinander austauschen können". Dass so viele Gäste zum ersten Geburtstag des Vereins gekommen seien, sei für sie daher das schönste Geschenk. "Das Geschehen hier spricht für den Dackelclub".
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(dapd-bay)


 


 

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