Datenskandal
Datensätze aus SchülerVZ zugespielt
Südbaden. Daten geschützter Profile betroffen - Berliner Datenschutzbeauftragter eingeschaltet
Dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) wurde eine größere Anzahl Datensätze übergeben. Eine erste Sichtung und Überprüfung ergab, dass es sich dabei um über 100.000 Datensätze aus dem Netzwerk SchülerVZ handelt. Besonders brisant: Enthalten sind sensible personenbezogene Daten auch von solchen Teilnehmern, die ihre Daten in dem Netzwerk nur für Freunde sichtbar eingestellt haben. Eine nicht näher bekannte Person hatte dem Internetblog netzpolitik.org die Datensätze zukommen lassen. Diese Daten wurden an den vzbv weitergereicht.
Bislang gaben die Betreiber an, private Daten, die nur für Freunde sichtbar sind, seien vor dem Zugriff unbefugter Dritter sicher. Der vzbv hat den zuständigen Berliner Datenschutzbeauftragten in Kenntnis gesetzt und ihm die Datensätze sowie ein ebenfalls zugegangenes Programm, mit dem diese Daten angeblich erhoben wurden, zur weiteren Prüfung übergeben.
Lücken bei allen drei Plattformen der VZ-Netzwerke-Gruppe
Zusammen mit den Daten ging eine Nachricht beim vzbv ein, in dem der mutmaßliche Datenerheber betont, dass ihm nicht an einer Veröffentlichung der Daten gelegen sei. Vielmehr sei sein Anliegen über mangelnde technische Sicherheitsvorkehrungen und die grundsätzliche Unsicherheit von Daten in Sozialen Netzwerken aufzuklären. Zudem seien die Lücken bei allen drei Plattformen der VZ-Netzwerke-Gruppe identisch. Neben Geburtsdaten seien auch sensible Daten wie die politische Einstellung betroffen.
Anbieter Sozialer Netzwerke müssen mehr für den Schutz der Daten tun
Der vzbv fordert die Anbieter Sozialer Netzwerke auf, mehr für den Schutz der Daten ihrer Kunden zu tun. "Statt zu versprechen, dass ihre Daten gut aufgehoben sind, müssen die Anbieter die technisch höchste Sicherheit bieten - wenn nötig auch zu Lasten des Nutzerkomforts", appelliert Vorstand Gerd Billen. Zudem sollten die Betreiber die potentiellen Risiken klar benennen, die mit einer Veröffentlichung privater Daten im Netz verbunden sind. Nur so könnten die Nutzer - im Falle von SchülerVZ Schüler und deren Eltern - abwägen, wie freizügig sie ihre persönlichen Daten kommunizieren.
Verbraucher können sich im vzbv-Angebot www.surfer-haben-rechte.de unter anderem über Soziale Netzwerke und Datenschutz informieren.
(VZBV)
Tags:- Daten
- Datensätze
- Soziale Netzwerke
- Plattformen
- VZ-Netzwerke
- Datenschutzbeauftragten
- Betreiber
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © SchülerVZ
Smartphone-Besitzer kaufen gern mobil
Shopping-Studie
Microsoft-Dienst seit Tagen nicht erreichbar - Häuser aus dem Netz genommen
Streetside
BlackBerry-User sind am wenigsten zufrieden
Smartphone-Usability
Jeder zweite Fernseher hat Internetzugang
BITKOM
iX macht fit für die App-Entwicklung
iPhone, Android, Windows Phone
BITKOM präsentiert Daten und Fakten zu sozialen Netzwerken
Facebook, Google+ und Co.
Jeder dritte Deutsche nutzt Raubkopien
Software-Piraterie
- »
- »
- »
- »
- »
- 23.05.
10:11 - 23.05.
08:49 - 23.05.
08:37 - 23.05.
08:31 - 23.05.
08:28 - 23.05.
08:00 - 22.05.
12:12
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
Klicken Sie auf Ihre Region:

Als Startseite