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Datenpannen 2010

Keine Entspannung in Sicht

Das Projekt Datenschutz musste im ersten Quartal 2010 insgesamt 18 gravierende Datenschutzvorfälle verzeichnen. Gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Vorfälle um fast 40 Prozent.

Das Projekt Datenschutz, das von PR-COM in München initiiert wurde, protokolliert seit Anfang 2008 bekannt gewordene Datenpannen, Lecks, Missbrauchsfälle oder Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung. Das Projekt konnte im ersten Quartal 2010 zwar gegenüber dem vierten Quartal 2009 einen deutlichen Rückgang der Vorfälle von 43 auf 18 feststellen. Gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres erhöhte sich die Zahl der Vorfälle jedoch um fast 40 Prozent.

Zu den "Highlights" im ersten Quartal zählten ein Veranstalter von Jugendreisen, der die Daten von 50.000 Jugendlichen offen im Netz hinterlegt hatte, eine Gemeinde, die die Daten von Hartz-IV-Empfängern an Dritte geschickt hatte und ein Finanzdienstleister - in dieser Rubrik bereits eine Art Dauergast -, der sensible Daten von 12.000 Kunden in Umlauf gebracht hatte. Einen besonders eklatanten Fall steuerte ein Klinikum bei, dem eine Liste mit persönlichen Daten und Diagnosen von Patienten der psychiatrischen Station abhanden gekommen war; die Liste enthielt unter anderem Aufnahmediagnosen wie paranoide Schizophrenie und Depression, Borderline-Syndrom oder Angststörung.

"Im letzten Quartal eines Kalenderjahrs gibt es immer überdurchschnittlich viele Datenvorfälle, insofern müssen wir davon ausgehen, dass die Entspannung, die wir im ersten Quartal 2010 sehen, nur eine scheinbare ist", meint Alain Blaes, Geschäftsführer von PR-COM und Initiator von Projekt Datenschutz. "Der deutliche Anstieg gegenüber dem ersten Quartal 2009 zeigt, dass die bisher unternommenen Anstrengungen, die informationelle Selbstbestimmung zu stärken, noch keinen grundlegenden Wandel bewirkt haben."

(PR-COM GmbH)


 


 

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