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Der Übergang vom Selbständigen zum Unternehmer

Die gemeinsame Entwicklung von Unternehmer und Unternehmen

Aber auch der Umkehrschluss, nur die "Persönlichkeit zu entwickeln", ist falsch. Die Herausforderungen an die Unternehmerpersönlichkeit entstehen ja gerade erst durch die Entwicklung des Unternehmens. Persönlichkeitsentwicklung ohne die Betrachtung des Umfelds führt direkt in die Esoterik. Die zweite Wachstumshürde lässt sich nur überwinden, indem man eben an beiden Stellen zugleich ansetzt: An der Persönlichkeit des Unternehmers und am Unternehmen.

Ein spezialisiertes Unternehmer- Coaching kann hier große Hilfe leisten. Erst die Verbindung beider Sichtweisen ermöglicht eine ganzheitliche und effektive Problemlösung.

Zuerst werden die eigenen Werte und Träume geklärt. Nach der Klarheit über die eigenen Träume und die unternehmerischen Aufgaben geht es an die Umsetzung. Oft ist es gerade in Veränderungsprozessen wie an der Schwelle zur zweiten Wachstumshürde so, dass man zwar ein Bild davon hat, was zu tun ist, aber die Umsetzung zu kurz kommt. Damit wird der Veränderungsprozess unnötig in die Länge gezogen und das Risiko des Scheiterns steigt. Zudem kann sich jeder leicht ausrechnen, welche Kosten durch unnötige Verzögerungen in Krisensituationen entstehen.

Die Umsetzung

Ohne klare Zielsetzung geht gar nichts. Die Ziele des Unternehmers können jedoch höchst unterschiedlich sein. Der eine möchte mehr Zeit für die Familie und sich selbst, der andere das Unternehmen im Rentenalter veräußern und vom Erlös leben, ein Dritter eine gut aufgestellte Organisation an seine Kinder übergeben, noch ein anderer hat eine bedeutungsvolle Mission, die er mit seinem Unternehmen verwirklichen will. Diese individuelle Zielsetzung gilt es zu erarbeiten.

Entscheidend bei der persönlichen und der unternehmerischen Zielsetzung ist die Frage nach den zugrundeliegenden Motiven oder Werten. Erstens geben diese Werte den Zielen ihre Bedeutung und machen so auch die Anziehungskraft für andere aus. Zweitens sind nach neueren Forschungen etwa neunzig Prozent der eigenen Entscheidungen unbewusst. Sie basieren jedoch auf den eigenen Werten oder Motiven. Jede Zielsetzung an den eigenen Werten vorbei würde so automatisch durch unsere unbewussten Entscheidungen sabotiert.

Sind die grundlegenden Ziele geklärt, müssen zwei sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden. Oft geht der Gründer in seiner Facharbeit auf. Der Wechsel zur Rolle des Unternehmers ist jedoch ein versteckter Berufswechsel. Der Gründer muss also die Entscheidung treffen, ob er diesen Wechsel möchte. Alternativ käme z.B. ein Expertenmodell wie in Arztpraxen oder Anwaltskanzleien in Frage.

Hat sich der Gründer für den Berufswechsel zum Unternehmer entschieden, stellt sich die zweite wichtige Frage: Wer übernimmt die Rolle des Managers? Sicher kann dies der Gründer eine gewisse Zeit selbst übernehmen. Die Anforderungen der Manager-Rolle und der Unternehmer-Rolle sind allerdings völlig unterschiedlich. Nur wenige Ausnahme-Menschen können beide Rollen gleich gut ausfüllen. Zudem würde man sich eine fortwährende Doppelbelastung und einen doppelten Berufswechsel einhandeln.

Ein wesentlicher Schritt für den Manager ist im Umsetzungsprozess die Aufgabe, Systeme zu entwickeln, zu implementieren und zu verbessern. Die Systeme müssen auf den neuen Zielvorgaben und Strategien basieren. Schließlich sollen alle "an einem Strang ziehen" und zur Zielerreichung beitragen. Sämtliche Abläufe müssen überdacht und möglicherweise in ein neues System gegossen werden. Bei der Reihenfolge der Einführung sollten in dieser Phase primär die Systeme betrachtet werden, die dem Unternehmer freie Zeit schaffen. In der mangelnden Unternehmerzeit liegt ja in dieser Phase gerade der Engpass. Direkt im Anschluss geht es natürlich um die Systeme, die den Kundennutzen steigern.

Gut eignen sich Handbücher für die Definition der Syteme. Gut entwickelte, stringente Systeme für Verwaltung, Verkauf, Filialen, Produktion – ja nach Struktur des Unternehmens – regeln wesentliche Prozesse. Wie sieht die Einarbeitung neuer Mitarbeiter aus, wie werden Waren präsentiert, wie läuft das Beschwerdemanagement, wie werden Provisionen abgewickelt, wie das Marketing gesteuert usf. Wenn diese Systeme stehen, kann sich der Unternehmer voll auf seinen Wirkungskreis konzentrieren und sich aus dem Managerstatus zurückziehen. Die anderen wissen genau, was zu tun ist und wie es zu tun ist.

Die neuen Aufgaben des Unternehmers

Für alle Berufe gibt es Aufgabenbeschreibungen. Fragen Sie jedoch drei verschiedene Unternehmer, so erhalten Sie drei verschiedene Antworten, was denn die Aufgaben des Unternehmers seien. Fredmund Malik hat eine solche Aufgabenbeschreibung immerhin für Manager vorgenommen. Aber Manager sind keine Unternehmer. Wenn man seine Aufgaben noch nicht einmal kennt, wie will man sie dann ausführen – gar noch gut ausführen?

In der Literatur gibt es lediglich bei Bodo Schäfer auf wenigen Seiten eine kurze Übersicht über die Aufgaben des Unternehmers. In Anlehnung daran sehe ich folgende Hauptaufgaben des Unternehmers:

  • Erarbeitung, Überarbeitung und Verankerung der Werte und des unternehmerischen Traums
  • Strategieentwicklung und Positionierung
  • Gewinnung und Bündelung „externer Energie“: richtige Mitarbeiter, Kapitalgeber, positive Öffentlichkeit
  • Periodische Müllentsorgung
  • Kontrolle
  • Permanente Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

Für diese Aufgaben wird nun ein Plan erstellt, so dass das, was für die Fachkraft, also den Gründer nur unklar und verschwommen erscheint, für den neugebackenen Unternehmer eine handhabbare Form annimmt.

Rückfall verhindern

Nicht unberechtigt ist die Befürchtung, trotz neuer Systeme und fundiertem eigenen Plan, in den alten Trott zurückzufallen. Jeder Mensch macht ja gerade in Krisenzeiten das automatisch zuerst, was er gut kann. Und das sind leider nicht die neuen Aufgaben. Hier gilt wie bei den anderen Punkten die Regel: Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten. Das heißt, auch der "neue" Unternehmer benötigt ein System, das ihn in seiner Funktion unterstützt und notfalls sogar zwingt, die neuen Aufgaben auszuführen.

Ein spezialisiertes Unternehmer-Coaching ist eine große Hilfe für eine ganzheitliche und effektive Problemlösung. Gemeinsam mit dem Unternehmercoach werden dabei die vereinbarten Punkte auch umgesetzt und die notwendigen Entwicklungsschritte beschleunigt.

Weitere Informationen und Buchtipp: „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ von Stefan Merath:  www.unternehmercoach.com 

Bestelllink: Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer.

(Redaktion)


 


 

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