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Deutscher Verkaufsstart

iPhone 5 ist ab 21. September erhältlich

Gestern hat Apple das iPhone 5 im Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco, offiziell vorgestellt. Große Überraschungen gab es zwar während der Präsentation nicht, all die hohen Erwartungen der Fans an das neue Smartphone wurden aber dennoch erfüllt - inklusive LTE-Unterstützung. Ab 21. September ist das iPhone 5 im deutschen Handel erhältlich.

Wie schon im Vorfeld kolportiert, kommt das neue Modell einerseits mit einem größeren Widescreen-Display, präsentiert sich aber insgesamt noch schlanker - mit 112 Gramm ist es laut Schiller um 20 Prozent leichter als das iPhone 4S.

Die Leistung verdoppelt sich dank neuer CPU, mit iOS 6 gibt es rechtzeitig vor dem neuen Modell ein Betriebssystem-Update und wie erwartet startet das neue iPhone mit LTE in das 4G-Zeitalter.

Beeindrucken kann auch die Akkulaufzeit: Wirkliche Überraschungen bleiben aber aus - außer vielleicht, dass das Gerät am 21. September nicht nur in den USA, sondern am gleichen Tag unter anderem auch in Deutschland an den Start geht.

Hohe Erwartungen erfüllt

Die vergangenen Wochen waren von Gerüchten zu den Features das neue iPhones geprägt, von denen sich das wohl Gängigste bewahrheitet hat. Das iPhone 5 wartet mit einem Vier-Zoll-Display auf, das mit 1.136 mal 640 Pixeln ideale Proportionen für die Wiedergabe von Widescreen-Filmen im 16:9-Format hat.

Die Touch-Sensoren sind diesmal direkt in das Display verbaut, was Schiller zufolge wesentlich dazu beiträgt, dass das Gerät mit 7,6 Millimetern Dicke um 30 Prozent dünner ist als der Vorgänger. Trotz aller Kompaktheit reicht der Akku nach Apple-Angaben für acht Stunden 3G-Telefonie oder LTE-Surfen bzw. 225 Stunden Standby.

Im Inneren des Geräts steckt mit dem A6 ein neuer Prozessor, der laut Schiller 22 Prozent kleiner ist als der Vorgänger A5, aber etwa doppelt so viel Leistung verspricht. Der Star von Musik-Apps mit Songs beispielsweise soll um den Faktor 1,9 schneller erfolgen als bisher.

In Zusammenarbeit mit EA Games wiederum demonstriert das Beispiel "Real Racing 3", wie flüssig auch dynamische mobile Games laufen. Der bekannte 30-Pin-Konnektor muss dem schlankeren "Lightning" weichen. Zwar wird es einen 30-Pin-zu-Lightning-Adapter geben, wie gut sich dieser speziell bei Drittanbieter-Zubehör bewähren kann, bleibt aber abzuwarten.

Viele Features, kaum Überraschungen

Insgesamt gibt es sowohl hardwareseitig als auch mit iOS 6 wieder einige Neuerungen. Die neue iSight-Kamera beispielsweise nutzt nicht nur einen Acht-Megapixel-Sensor (3.264 x 2.338), sondern lockt auch mit einem Panorama-Feature, das laut Schiller durch seitliches Schwenken Landschaftsaufnahmen mit 28 Megapixel ermöglicht.

Alle wichtigen iOS-Bestandteile wie das Benachrichtigungszentrum sind darauf ausgelegt, das neue Bildschirmformat optimal auszunutzen. Die Siri-Spracherkennung ermöglicht nun unter anderem auch direkte Facebook-Postings.

Was fehlt, ist ein wirklich hervorstechendes Killer-Feature wie beispielsweise das Retina-Display des iPhone 4. Auch wirkliche Überraschungen sind ausgeblieben. Gerüchte, das iPhone 5 könnte die Nahbereichs-Funktechnologie NFC und damit beispielsweise kontaktloses Handy-Bezahlen unterstützen, haben sich ebenso als falsch erwiesen, wie vage Hoffnungen, dass der neue Konnektor möglicherweise doch ein normaler Micro-USB-Anschluss sein könnte.

Auch hat sich Apple nicht für einen MicroSD-Kartensteckplatz geöffnet. Preislich entspricht das iPhone 5 dem, was bisher ein 4S gekostet hat - die zu erwartende Wachablöse beim Top-Modell.

LTE: Fallstrick und Hoffnung zugleich

Wie erwartet, ist nun endlich auch beim iPhone 5 LTE an Bord, für Europa nennt Schiller unter anderem die Deutsche Telekom als Anbieter, der die 4G-Technologie unterstützt. Freilich könnte sich eben LTE als Fallstrick für das neue iPhone entpuppen, da Samsung bereits definitiv Patentklagen planen soll.

"Wie es scheint hat Apple sehr wenig oder gar kein geistiges Eigentum auf dem LTE-Sektor", meint Patentanwalt und IDC-Analyst Rüdiger Spies. Apples Klagewut könnte sich nun also rächen.

"Eigentlich hat es Apple auch nicht anders verdient. In vielen Fällen ist Apple der Initiator der Streitfälle gewesen", so der Analyst.

Denn Apples Verhalten in IP-Angelegenheiten wäre zuletzt sehr aggressiv und dem Patent-System nicht zuträglich gewesen. Doch gibt es einen Hoffnungsschimmer.

"Wenn Apple LTE-Patente verletzt - was nicht unwahrscheinlich ist - dann muss sich Apple mit Samsung einigen", erklärt Spies.

Es könnte also zu einer Rückkehr aus den Gerichtssälen an zivilisierte Verhandlungstische kommen.

(Redaktion)


 


 

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