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Mit einem starken Europa zur industriellen Digitalisierung

Autos fahren selbstständig, künstliche Intelligenzen werden zu „Mitarbeitern“ in Unternehmen, Fabriken steigern ihre Effizienz durch Vernetzung: Digitalisierung macht's – bald – möglich. Schon jetzt bestimmt sie ein Drittel des industriellen Wachstums in Europa. Deswegen hat die EU-Kommission einen Strategieplan zur Unterstützung der Digitalisierung in der europäischen Wirtschaft entworfen.

Aus Sicht des DIHK sind die Entwicklung einer europäischen Datenplattform sowie damit verbundene europäische Standardisierungslösungen besonders wichtig.

Industrielle Wertschöpfung verändert sich

Europa ist insgesamt in einer guten Ausgangssituation. Insbesondere die deutsche Industrie zählt in vielen Bereichen der Fertigungstechnologie und -steuerung sowie bei der Produktionsplanungs-Software zu den Weltmarktführern. Doch diese angestammte Position ist nicht selbstverständlich. Im Bereich der Datenplattformen sind europäische Anbieter im internationalen Wettbewerb bislang relativ schwach aufgestellt. Dabei sind diese künftig Dreh- und Angelpunkt der industriellen Wertschöpfung: Sie dienen der Sammlung und Verarbeitung von Daten, die für die Steuerung und Optimierung industrieller Prozesse verwendet werden.

Strategie der EU-Kommission

Es ist wichtig, dass die EU-Kommission einen einheitlichen Rechtsrahmen für Dateneigentum und Datennutzungsrechte erarbeitet. So steht es auch im Strategieplan. Es ist außerdem vorausschauend, dass sie sich für übergreifende, europäische Standards einsetzen will. Letztere sind die Voraussetzung dafür, dass europäische Datenplattformen entstehen. Weiterhin hat die Kommission erkannt, dass digital kompetente Mitarbeiter ein Schlüssel für Innovation und Wettbewerb sind. Darauf müssen sich Berufliche Bildung und akademische Ausbildung einstellen. Zukünftig sind mehr Kompetenzen in den Bereichen IT-Sicherheit, Prozess-Know-how, Prozessgestaltung sowie Erfahrungen im Umgang mit spezifischen IT-Systemen gefragt.

Schnelle Umsetzung gefragt

Über die Strategie hinaus sind eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur, hohe Daten- und Informationssicherheit sowie der Finanzierungszugang für kleine und mittlere Unternehmen und Start-ups notwendig. Die Europäische Kommission sollte sich bei diesen Themen auf das beschränken, was sie am besten kann: Koordination von Aktivitäten und Harmonisierung auf europäischer Ebene, wo nationalstaatliche Lösungen zu kurz greifen. Mit ihrem Vorschlag zeigt die Kommission insgesamt die richtigen Ansätze. Die europäische Wirtschaft braucht nun eine schnelle Umsetzung der zentralen Elemente der Strategie, damit sie im internationalen Wettbewerb weiterhin erfolgreich besteht.

(Redaktion)


 


 

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