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Renate Schmidt empört über Axel Berg

"Du hast keinerlei Berechtigung, jemanden wie Frau Schaeffler als asozial zu bezeichnen"

In einem offenen Brief kritisiert die sozialdemokratische Ex-Bundesministerin Renate Schmidt Axel Bergs Attacken auf Unternehmerin Schaeffler.

Lieber Axel Berg,

meine Empörung über Deine von erheblicher Unkenntnis zeugenden Aussagen zu Quelle und insbesondere Schaeffler ist groß und wie mir die Betriebsräte versichern, mit denen wir gerade zusammensitzen, auch berechtigt.
Die beabsichtigte Übernahme von Conti durch Schaeffler, bzw. ein Zusammengehen weiter Bereiche war und ist industriepolitisch richtig und dürfte die langfristige profitable Existenz eines solchen Unternehmens sichern.

Dass diese Übernahme riskant war stimmt, ohne die Finanzkrise wäre sie erfolgreich gewesen. Dass Conti Deiner Ansicht nach kerngesund war überrascht mich, denn Conti hat sich durch die Übernahme von VDO finanziell übernommen und ist hochverschuldet. Bis heute ist von Schaeffler noch kein Cent „Staatsknete“ beantragt worden.

Das nennenswerte Privatvermögen von Frau Schaeffler existiert nach allem, was wir wissen, nicht, ihr Vermögen bestand in dem Unternehmen und es ist genauso zusammengeschmolzen wie der Wert des Unternehmens.

Die Verpfändung ihres Pelzmantels wird Schaeffler sicher nicht retten können. Im
übrigen finde ich es schon bemerkenswert, dass männliche Politiker laufend über die modischen Accessoires von Frauen herziehen müssen, beschränke Dich doch in Deiner Argumentation mal auf die Maßanzüge und Rolexuhren der entsprechenden Herren.

Du hast keinerlei Berechtigung, jemanden wie Frau Schaeffler, die für ihr Unternehmen persönlich haftet, bisher überdurchschnittlich ausgebildet hat, sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert und nach wie vor täglich im Betrieb arbeitet, als asozial zu bezeichnen.

Ich bin nicht die Anwältin von mehr oder weniger wohlhabenden Unternehmerinnen, aber Deine unqualifizierten Angriffe sind auch ein Schlag ins Gesicht der Schaeffler-Arbeitnehmer.

(...) Kümmere Dich doch bitte um die Dinge, von denen Du etwas verstehst, um Unternehmen in Deinem Wahlkreis und reiß nicht mit dem Hintern ein, was wir in unseren Wahlkreisen für die Kollegen und Kolleginnen bei Schaeffler und Quelle erreicht haben.

Ich erlaube mir, diesen Brief der Abendzeitung zur Verfügung zu stellen und ihn den Kollegen und Kolleginnen von Schaeffler und Quelle zur Kenntnis zu geben.

Mit nicht besonders freundlichen Grüßen
Renate Schmidt MdB

(Redaktion)


 


 

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