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Dubiose Angebote

IHK warnt vor „Gewerbeauskunft-Zentrale“

Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein warnt vor dem Anbieter des Internet-Verzeichnisses „Gewerbeauskunft-Zentrale“ (GWE). Das Unternehmen bietet die Eintragung in eine Internetdatenbank an und verschickt dazu Formulare an Unternehmen und Gewerbetreibende, die den Anschein eines amtlichen Schreibens erwecken.

Die Angebote der GWE erscheinen durch die Papierwahl bei Brief und Umschlag sowie die Aufmachung auf den ersten Blick wie ein Behörden- schreiben. Wer nicht genau hinsieht, kann den Eindruck gewin- nen, dass er nur seine Daten bestätigen und eventuell ergänzen muss. Betroffene, die das Formular ungewollt unterschrieben haben, sollten gerade über die Weih- nachtsfeiertage auf Mahnbescheide vom Mahngericht Hagen aufpassen, damit die zweiwöchige Widerspruchsfrist nicht versäumt wird.

Posteingang kontrollieren

Anbieter unseriöser Angebotsformulare nutzen gerne die Urlaubszeiten in Betrieben, um ihre Mahnungen und Forderungen durchzusetzen. „Stellen Sie während einer längeren Abwesenheit sicher, dass Ihr Briefkasten regelmäßig geleert und auf einen Mahnbescheid vom Mahngericht Hagen kontrolliert wird“, erläutert Romy Seifert, IHK-Expertin. „Denn Sie haben nur zwei Wochen Zeit, Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen.“ Wird ein Widerspruch eingelegt, muss die GWE entscheiden, ob sie sich vor dem Richter über die Aufmachung ihres Formulars streiten will. „Aufgrund des bisherigen Vorgehens der GWE ist aber zu bezweifeln, dass die GWE das Klageverfahren betreiben wird."

Dubiose Eintragsangebote sind keine Seltenheit

Die IHK warnt regelmäßig davor, Veröffentlichungsangebote für vermeintlich offizielle Telefonverzeichnisse, Adress- oder Branchenbücher vorschnell ohne Lesen der Vertragsbedingungen anzunehmen. Auch vermeintliche Markenverlängerungsanträge oder Rechnungen für die Inanspruchnahme nie genutzter Dienstleistungen sind keine Seltenheit. In der Regel reicht es aus, eventuellen Mahnbescheiden zu widersprechen – denn die Zivilklage scheuen solche Anbieter aus gutem Grund.

Betroffene können sich an Romy Seifert von der IHK wenden:
Tel. 02161 241-137, Mail: [email protected]

(Redaktion)


 


 

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