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IHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2012

Positive Entwicklung bei Handel und Dienstleistung setzt sich mit Einschränkungen fort

Die positive konjunkturelle Entwicklung des Vorjahres setzt sich bei Handel und Dienstleistung – wenn auch mit Einschränkungen - 2012 fort. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer aktuellen Frühjahrskonjunkturumfrage in diesen beiden Sektoren.

1.548 Unternehmen mit zusammen 65.171 Beschäftigten haben sich an der Befragung beteiligt. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist im Handel von 134 im Herbst 2011 auf aktuell 119 gesunken, bei den Dienstleistungen von 141 Punkten auf 127. Die 100 markiere die Grenze zwischen einer überwiegend positiven oder negativen Stimmung. „Trotz des Rückgangs befinden sich sowohl der Handel als auch die Dienstleistungen weiterhin auf einem hohen Niveau“, kommentierte der IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff  die Umfrageergebnisse.

Im Handel werde der Konsum 2012 voraussichtlich stagnieren. „Die Geschäftslage bleibt aber stabil“, betonte Rainer Döring, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses. Zwar gingen die Erwartungen in allen Handelsbereichen zurück, im Saldo aber blieben sie grundsätzlich positiv, bis auf die Apotheken, deren Stimmung durch die aktuelle Gesetzgebung gedrückt sei. „Grundsätzlich nehmen im gesamten Handel die Unsicherheiten bezüglich der Kaufkraftentwicklung und der Schuldenkrise zu“, so Döring. Die Entwicklung im Großhandel sei weiterhin stark von der Industrie beeinflusst. Auch deshalb sei die Einschätzung dort optimistisch. „Krise sieht anders aus“, fasste Holger Piening. Vorsitzender des IHK-Dienstleistungsausschusses das Umfrageergebnis für diesen Sektor zusammen. „Die Unternehmer vertrauen ihren Stärken, ohne aber die Risiken außer Acht zu lassen. Die wirtschaftliche Stimmung bei den Dienstleistern sei insgesamt moderat gesunken, per Saldo aber erfreulich positiv. Piening: „Die Stimmung in den Dienstleistungsbranchen ist gut.

Alle Dienstleistungsunternehmen wollen Personal aufbauen. Fachkräfte werden rar.“ Für die Zukunft erwarte der Dienstleistungssektor insgesamt leichte Rückgänge bei den Umsätzen und Erträgen. Allerdings blickten die einzelnen Bereiche unterschiedlich in die Zukunft: So hätten die IT-Dienstleister „glänzende Aussichten“. Auch die Bereiche Werbung und Arbeitnehmerüberlassung hätten optimistische Erwartungen. Hingegen schätze das Transportgewerbe die zukünftige Wirtschaftsentwicklung durchwachsen ein.

(Redaktion)


 


 

Thomas Niehoff
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