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München ist ein Muss für fast alle Filialisten

Für fast alle Filialisten stellt ein Shop in München ein absolutes Muss dar. Das ergibt der Retail Market Report 2013, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Anfang März veröffentlichen wird.

Dass München eine der gefragtesten europäischen Locations ist, wird durch die auch 2012 wieder starke Nachfrage vieler nationaler und internationaler Retailer eindrucksvoll untermauert.

„Der Wunsch, in München einen Shop zu haben, gilt insbesondere für hochwertige Brands und Luxuslabels, die das außergewöhnliche Flair der bayerischen Landeshauptstadt und die hohe Kaufkraft, verbunden mit einem gewissen Glamour-Faktor, zu schätzen wissen“, erklärt Christoph Scharf, Bereichsleiter Retail-Vermietung von BNP Paribas Real Estate.

„Das Interesse der Mieter richtete sich einerseits auf die bekannten Premiumlagen wie die Maximilianstraße, wo sich beispielsweise das britische Designerlabel Belstaff einen circa 160 Quadratmeter großen Shop gesichert hat. Andererseits stießen auch die etwas konsumigeren, stark frequentierten Lagen auf Interesse.“ So mietete zum Beispiel Zara rund 3.450 Quadratmeter in der Neuhauser Straße an und in der Theatinerstraße schlossen die US-amerikanische Jeans-Marke 7 For All Mankind und der Luxusuhrenhersteller TAG Heuer Verträge über knapp 150 beziehungsweise 20 Quadratmeter ab. Zara entschied sich darüber hinaus mit seinem Home-Accessoires-Konzept Zara Home für einen rund 430 Quadratmeter großen Shop in der Fürstenfelder Straße. Aber auch neue Locations wie der vordere Teil der Sendlinger Straße, der mit der Umwandlung zur Fußgängerzone an Attraktivität gewonnen hat, waren stark nachgefragt.

Nachfrage aus dem Textilbereich dominiert

Auch wenn aus nahezu allen Branchen eine große Nachfrage für die Münchener Top-Lagen zu verzeichnen war, lassen sich doch Schwerpunkte erkennen. Hierzu gehören in erster Linie Filialisten und hochwertige Brands aus den Bereichen Textilien und Schmuck. Vor diesem Hintergrund wundert es auch nicht, dass die Bekleidungsbranche mit fast 71 Prozent am Flächenumsatz aller in den beobachteten Straßenzügen registrierten Vermietungen beteiligt ist. Auf den weiteren Plätzen folgen Gastronomiekonzepte (gut 8 Prozent), Ladenflächen für den Heim-/Haus-/Einrichtungsbedarf (mehr als 7 Prozent) sowie aus dem Bereich Körperpflege/Gesundheit mit fast 6 Prozent.

Bezogen auf die Anzahl der Vermietungen dominierten mittelgroße Abschlüsse zwischen 120 Quadratmeter und 500 Quadratmeter. Auf die Größenklassen von 120  bis 250 Quadratmeter sowie von 250 bis 500 Quadratmeter entfiel jeweils knapp ein Drittel aller abgeschlossenen Verträge. Darüber hinaus konnten auch in den übrigen Kategorien jeweils mehrere Vermietungen erfasst werden.

Das moderne Flächenangebot konnte etwas ausgeweitet werden, wozu mehrere Projekte wie die Hofstatt, die Residenzpost, Karstadt am Dom oder LEOS in der Leopoldstraße beigetragen haben. Diese wurden von den Mietern hervorragend angenommen und sind teilweise bereits vor Fertigstellung komplett vermietet. An der seit vielen Jahren bekannten Gesamtsituation eines nicht ausreichenden Angebotes in den Münchener A-Lagen hat sich aber trotz der zusätzlichen Flächen nichts geändert. Dass Mieter ihre Shop-Flächen aufgeben, bleibt weiterhin auf wenige Einzelfälle beschränkt, sodass eine regelmäßige Fluktuation kaum zu beobachten ist.

Spitzenmieten weiter im Aufwärtstrend

Trotz der abgekühlten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war die Nachfrage nach Retail-Flächen auch im zweiten Halbjahr hoch. Dies hat dazu geführt, dass die Spitzenmieten in München 2012 weiter angezogen haben. An erster Stelle liegt unverändert die Lage Kaufinger Straße/Marienplatz, wo 360 Euro/Quadratmeter für einen idealtypischen 100-Quadratmeter-Standardshop erzielt werden können. Gegenüber Ende 2011 entspricht dies einem Anstieg um 9 Prozent. Damit liegt München bundesweit nach wie vor an der Spitze vor Frankfurt, wo 320 Euro/Quadratmeter anzusetzen sind. Aber auch die Höchstmieten in den übrigen Innenstadtlagen zogen überwiegend um mehrere Prozent an. Dies gilt sowohl für Konsumlagen wie die Neuhauser Straße (340 Euro/Quadratmeter) als auch für Luxuslagen wie die Maximilianstraße (290 Euro/Quadratmeter ) oder hochwertige Niveaulagen wie die Weinstraße (240 Euro/Quadratmeter).

Perspektiven für 2013

Die große Nachfrage für die Münchener Top-Lagen wird 2013 unverändert anhalten, auch wenn vor allem in der ersten Jahreshälfte eine nur abgeschwächte gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu erwarten ist. Gleichzeitig wird sich die Attraktivität der Innenstadt mit der Eröffnung neuer, hochwertiger Shops weiter erhöhen. Auch durch die im Frühjahr 2013 geplante offizielle Fertigstellung der Hofstatt, die die hochfrequentierte Sendlinger Straße mit den Konsumlagen rund um Kaufinger Straße/Marienplatz und dem trendigen Hackenviertel verbindet, werden neue Akzente gesetzt. Mieter wie Hollister, Depot, Adidas, Lambert oder Tom Tailor tragen zum attraktiven Mix dieser Neuentwicklung bei. „Mit Spannung erwartet werden darüber hinaus die Planungen zum Umbau der Alten Akademie in der Neuhauser Straße, die zu einem Highlight der Münchener Innenstadt werden kann. München bleibt damit auch 2013 einer der interessantesten Retail-Locations in Deutschland“, so Christoph Scharf. 

Quelle: DEAL-Magazin

(Redaktion)


 


 

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