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Erstes Elektrotaxi fährt in München

Auf Münchens Straßen ist seit Dienstag das nach Betreiberangaben bundesweit erste Elektrotaxi unterwegs.

Mit einer Batterieladung komme der Mitsubishi-Kleinwagen iMiEV mindestens 100 Kilometer weit, sagte Christian Hess, einer der beiden Geschäftsführer der IsarFunk 450 540 Taxizentrale, bei der Vorstellung des Fahrzeugs. Aufgeladen werde es innerhalb von sechs Stunden mit Strom aus Wasserkraft an einer herkömmlichen Steckdose.

Das Fahrzeug soll über ein Jahr lang gemeinsam mit dem ADAC auf Kriterien wie Wirtschaftlichkeit getestet werden. Das sei völliges Neuland, sagte der stellvertretende Vorsitzende des ADAC Südbayern, Ulli Nowak. "Wir wissen zum Beispiel auch nichts über die Lebensdauer des Fahrzeugs", sagte der zweite Geschäftsführer des Taxiunternehmens, Hubert Schmidt. Tiefer in die Tasche greifen müssten Fahrgäste nicht, wenn sie mit dem Taxi fahren wollen, versicherte Schmidt.

Zwar sei der Einsatz des Wagens ein Minusgeschäft, weil das Fahrzeug nur in einer halben Schicht eingesetzt werde, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens. Doch habe das "Leuchtturmprojekt" eine Signalwirkung nach außen. Das rund 35.000 Euro teure Elektroauto werde an Taxiunternehmen verliehen, die an der Zentrale angeschlossen sind. Damit sollen möglichst viele Taxifahrer Erfahrungen sammeln, sagte Schmidt.

Mit dem Taxi könne man als Fahrgast ohne großen Aufwand im Alltag zum Umweltschutz beitragen, sagte Nowak. Münchens dritter Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) sieht in dem Test die Möglichkeit, in der Öffentlichkeit für zunehmende Akzeptanz für den Klima- und Umweltschutz zu sorgen.

(dapd-bay)


 


 

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