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Rohstoffbasis für deutsche Elektroindustrie wird enger

Deutschland wird künftig vor allem mit den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern noch stärker um Rohstoffe konkurrieren. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie der Commerzbank gemeinsam mit dem ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Für die Elektroindustrie geht es dabei sowohl um Eisenmetalle, Nichteisen-Metalle und Seltene Erden als auch um Kunststoffe. Sie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland der größte Abnehmer von Kupfer und Blei sowie der drittgrößte Abnehmer von Stahl.

Die Unternehmen sind bei diesen Rohstoffen sehr von wenigen Produktions- bzw. Förderländern abhängig: So hat China heute einen Anteil von 35 Prozent an der weltweiten Aluminiumproduktion, Chile ist mit einem Marktanteil von 34 Prozent der weltgrößte Kupferproduzent und Russland zählt mit einem Anteil von einem Fünftel zu den größten Nickelförderern. Mit einem Anteil von 97 Prozent ist China zudem der größte Produzent Seltener Erden. Dabei konzentrieren sich die Rohstoffvorkommen nicht nur auf wenige Länder, regelmäßig sind sie auch in der Hand von nur wenigen Unternehmen.

Seit dem Abklingen der globalen Rezession steigen die Nachfrage und damit auch die Preise für Rohstoffe wieder: Sinkende Reserven, politische Instabilitäten sowie weiter anhaltende Konzentrationstendenzen auf der Anbieterseite erhöhen den Preisdruck . Deshalb müsse die Politik, so resümieren die Autoren der Studie, die Rohstoffprojekte der Unternehmen unterstützen, ferner den freien Handel von Rohstoffen ebenso fördern wie den Wettbewerb und die Rahmenbedingungen für die Nutzung sekundärer Rohstoffe verbessern und deren illegalen Abfluss unterbinden. Darüber hinaus müssten die Rohstoff-Effizienzbestrebungen sowie insbesondere die darauf abzielenden F&E-Aktivitäten der Industrie stärker gefördert werden. Die Unternehmen selber sollten vermehrt Alternativen zu knappen und teuren Rohstoffen entwickeln – etwa durch Rohstoff-Substitution, Recycyling, eine stärkere Nutzung von Sekundärrohstoffen, eine Verbreiterung der Rohstoffbezugsbasis, eine Vergrößerung der Lagerbestände oder durch Hedging -Maßnahmen.

(ZVEI)


 


 

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