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Energie für unterwegs

Mini-Brennstoffzelle lädt Smartphone auf

Japanischen Forschern ist es gelungen, eine kompakte Brennstoffzelle zu entwickeln, die Wasserstoff mithilfe eines dünnen Plättchens bezieht. Eines dieser gerade mal 1 Gramm schweren Plättchen erzeugt genügend Energie, um den Akku eines iPhone vollständig aufzuladen. Im Frühjahr 2013 soll mit der Produktion begonnen werden.

Die neuaritge Brennstoffzelle ist eine gemeinsame Entwicklung des japanischen Elektronikkonzerns Rohm, der Brennstoffzellen-Spezialisten Aquafairy und der Universität Kyoto. Das System ist äußerst kompakt und leichtgewichtig. Dadurch eignet es sich unter anderem ideal zum Laden von Smartphones fernab jeglicher Netzstecker.

Ein Plättchen Wasserstoff

Klassische Wasserstoffzellen haben das Problem, dass sie Nachfüllzylinder erfordern, die nicht übermäßig klein gemacht werden können und daher nur bedingt handlich sind. Rohm und Aquafairy ist es nun gelungen, stattdessen zwei Millimeter dicke Kalziumhydrid-Plättchen als Wasserstoffquelle zu nutzen. Um den Brennstoff freizusetzen, muss nur Wasser zugegeben werden.

Aus weniger als drei Kubikzentimetern Material können so 4,5 Liter Wasserstoff gewonnen werden, was einen Energieoutput von fünf Wattstunden bedeutet - eine Menge, die in etwa dem entspricht, was zum Aufladen gängiger Smartphone-Akkus nötig ist.

Die Brennstoffzellen funktionieren laut Rohm problemlos bei Umgebungstemperatur und können einfach als Restmüll entsorgt werden. Ein geplantes Einsatzgebiet ist als Smartphone- oder Tablet-Ladegerät. Für diese Anwendung hat die Gruppe zwei Ausführungen konzipiert, zum einen eine 30 Gramm schwere iPhone-Hülle und zum anderen ein 23-Gramm-Modell im Visitkartenhalter-Format.

Doch sind auch deutlich größere Varianten geplant, wie beispielsweise ein portabler Notfallgenerator, der zwar sieben Kilogramm Gewicht hat, aber dafür auch 200 Wattstunden liefern kann.

Herantasten an den Start

Bevor die Brennstoffzellen mit dem dünnen Kalziumhydrid-Plättchen als Wasserstoffquelle kommerziell starten, wollen Rohm, Aquafairy und die Universität Kyoto noch genauere Zuverlässigkeitsprüfungen durchführen und das System noch weiter verbessern.

Der Produktionsstart wird für April 2013 angestrebt, davor wird die Lösung noch auf internationalen Messen zu sehen sein, unter anderem auf der Electronica Mitte November in München.

(Redaktion)


 


 

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