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Erneuerbare Energien

Erneuerbare-Energien-Gesetz hilft vielen Landwirten in der Krise

Zum Auftakt seiner bundesweiten Biogas-Tour wendet sich der Fachverband Biogas e.V. massiv gegen zusätzliche Kohlekraftwerke und eine Laufzeitverlängerung bei Atomkraftwerken. "Bis 2020 können die Erneuerbaren Energien 47 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland decken. Wir brauchen die Stromnetzkapazitäten für den Strom aus Erneuerbaren Energien. Deshalb dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut und die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht verlängert werden", fordert Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2009) muss mit seiner Vorrangregelung und den derzeitigen Vergütungshöhen und -strukturen für Strom aus Erneuerbaren erhalten bleiben. "Das EEG ist der Motor für Wachstum und Investitionen aller erneuerbaren Energien und für eine saubere dezentrale Stromversorgung, die allen Menschen nutzt und nicht nur Monopolisten bereichert", so Josef Pellmeyer.

Im Konzert der Erneuerbaren Energien spielt der Biogas-Strom eine entscheidende Rolle, denn der erneuerbare Energieträger Biogas wird unabhängig von äußeren Faktoren erzeugt und ist speicherbar. Der Strom aus Biogas kann daher nach Bedarf erzeugt und ins Netz eingespeist werden, z.B. wenn der Wind schwach weht oder die Sonne nicht scheint. "Wir stellen mit Biogas die Regel- und Ausgleichsenergie zur Verfügung und sorgen für eine kontinuierliche, sichere Stromversorgung aus CO2-neutralen und erneuerbaren Quellen", betont Josef Pellmeyer.

Gleichzeitig ist Biogas eine effiziente Energiequelle, die lokal Wirtschafts-, Nährstoff- und Biomassekreisläufe schließt. So schafft die Nutzung der erneuerbaren Biogasenergie ein neues Standbein für viele Landwirte - gerade heute in Zeiten ruinöser Milch-, Getreide- und Fleischpreise. Dies sichert Einkommen und Überleben im ländlichen Raum und in der Landwirtschaft. "Biogas ist eine konkrete Chance für die Landwirtschaft und ganze ländliche Regionen - von Kohle- und Atomkraft-werken profitieren nur einige Wenige", so Josef Pellmeyer. Mit Biogas besteht auch die Möglichkeit, die für den Tourismus so wichtigen Grünlandregionen, wie z.B. das Allgäu, zu retten. Aufgrund der seit Jahren nicht auskömmlichen Milchpreisen müssen immer mehr Milchviehbetriebe aufgeben, Wiesen und Weiden sind in ihrem Bestand bedroht. Mit einer Biogasanlage, die mit Gras und Gülle betrieben wird, können Landwirte Tiefpreisphasen bei der Milch besser kompensieren und ihren Betrieb sowie wertvolle Kulturlandschaften erhalten.

Mit seiner bundesweiten Biogas-Tour betont der Fachverband Biogas zudem die Bedeutung eines eigenständigen Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes (EGE) für den Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Dafür hatte sich jüngst auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner stark gemacht. "Mit einem Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetz können wir den Erfolg des EEG vom Stromsektor auf das Gasnetz übertragen", erklärt Dr. Hans Friedmann, Vize-Präsident des Fachverbandes. Bis 2020 können damit 10.000 neue Arbeitsplätze in der Biogas-Branche und 10 Milliarden Euro am Standort Deutschland investiert werden.

Weitere Informationen zur Biogas-Tour unter www.biogas-tour.de

(Pressebox )


 


 

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