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Soll der Euro-Rettungsschirm weiter vergrößert werden?

Dr. Heiner Pollert, Geschäftsführer der Patentpool Gruppe, verrät business-on.de, wie er über eine Vergrößerung des Euro-Rettungsschirms denkt.

„Jede weitere Ausweitung des Euro-Rettungsschirms bedeutet, dass wir weiterhin dem Prinzip ‚too big to fail‘ den volkswirtschaftlichen Vorrang geben. Es werden also die sogenannten ‚systemrelevanten‘ Institutionen – in diesem Fall Banken und Staaten – durch die Gemeinschaft der Steuerzahler und vielen kleinen Unternehmen finanziert, weil man der Ansicht ist, dass eine Insolvenz für die Volkswirtschaft noch wesentlich teurer wäre. Und dies geschieht weitgehend außerhalb demokratischer Kontrolle, denn nach dem einmaligen Abnicken des nächsten Rettungsschirms durch den Bundestag bestimmt nur noch die jeweilige Marktsituation das Handeln. Viel vernünftiger wäre es, sich endlich grundsätzliche Gedanken über dringend nötige Strukturreformen in unserem Finanzsystem zu machen, und zwar sowohl im europäischen Staatengefüge - Stichwort Transferunion - als auch im Bankensektor. Sonst besteht die Gefahr, dass wir schlechtem Geld immer weiter gutes Geld hinterherwerfen, und die Ursachen nicht bekämpfen“, sagt Dr. Heiner Pollert, Geschäftsführer der Patentpool Gruppe.

(Redaktion)


 


 

Euro-Rettungsschirm
Geld
Heiner Pollert
Patentpool Gruppe

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