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Siemens / Bestechung

Ex - Chef von Siemens Griechenland gibt Bestechung zu

Der Ex-Chef von Siemens in Griechenland, Michael Christoforakos, hat in dieser Woche bei Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen in Athen gestanden. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin gegen den griechischen Geschäftsmann, der auch einen deutschen Pass hat, ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechung und anderer Delikte eingeleitet.

Christoforakos hat Zahlungen an die beiden großen griechischen Parteien Pasok und Nea Dimokratia zugegeben.

Christoforakos war Mitte Mai aus Griechenland geflohen und vor zwei Wochen in Oberbayern festgenommen worden.

Das Oberlandesgericht (OLG) München hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Christoforakos in Auslieferungshaft komme und einen entsprechenden Haftbefehl erlassen. Der zuständige Senat begründete seinen Beschluss damit, dass Fluchtgefahr bestehe. Grundlage für die Entscheidung sei ein Europäischer Haftbefehl der griechischen Behörden.

Christoforakos hatte Siemens Griechenland von 1996 bis 2007 geleitet. Er wird von den griechischen Behörden beschuldigt, zwischen Februar 1998 und September 2008 Mitarbeiter der griechischen Telefongesellschaft OTE bestochen zu haben, um Aufträge zu erlangen. Die Entscheidung darüber, ob die Auslieferung des früheren Managers nach Griechenland zulässig sei, habe der zuständige Senat noch
zurückgestellt, teilte das OLG mit.

(Redaktion)


 


 

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