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Siemens/Michael Christoforakos

Ex - Chef von Siemens Griechenland kommt in Auslieferungshaft

Der ehemalige Chef von Siemens in Griechenland, Michael Christoforakos, kommt in Auslieferungshaft. Das Oberlandesgericht (OLG) München erließ am Mittwoch einen entsprechenden Haftbefehl. Der zuständige Senat begründete seinen Beschluss damit, dass Fluchtgefahr bestehe. Grundlage für die Entscheidung sei ein Europäischer Haftbefehl der griechischen Behörden.

Christoforakos hatte Siemens Griechenland von 1996 bis 2007 geleitet. Er wird von den griechischen Behörden beschuldigt, zwischen Februar 1998 und September 2008 Mitarbeiter der griechischen Telefongesellschaft OTE bestochen zu haben, um Aufträge zu erlangen. Aufgrund des Verdachts der Korruption und Geldwäsche hat die
griechische Justiz seine Auslieferung nach Griechenland beantragt.

Strittig ist, inwiefern Christoforakos' Taten bereits verjährt sind. Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre. Christoforakos' Anwalt hatte argumentiert, dass die Verfolgung seines Mandanten erst nach Ablauf dieser Frist begonnen habe und er vorher lediglich als Zeuge vernommen worden sei. Er warf den griechischen Behörden vor, ein
Vernehmungsprotokoll nachträglich geändert zu haben, um Christoforakos doch noch verfolgen zu können. Der zuständige Senat des OLG München legte in dem Haftbefehl dar, dass die Taten zwischen April und September 2008 nicht verjährt seien.

Die Entscheidung darüber, ob die Auslieferung des früheren Managers nach Griechenland zulässig sei, habe der zuständige Senat noch zurückgestellt, teilte das OLG mit.

(Redaktion)


 


 

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