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Facebook

Online-Shops schließen wieder

Einige große Marken haben ihre Facebook-Einkaufsmöglichkeiten nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Bloomberg berichtet: Gamestop, Gap, J.C. Pennery und Nordstrom sind nur einige der Firmen, deren hohe Erwartungen an das E-Commerce-Potenzial des sozialen Netzwerks nicht erfüllt wurden.

"Ich glaube nicht, dass Facebook die Einkaufsplattform der Zukunft wird. Die User sehen Social Media nicht als Kauf-, sondern als Kommunikations-plattform. Die Leute wollen die Angebote privat nutzen und nicht mit Werbung und Kommerz belästigt werden", sagt Günter Jaritz von Social Media Consulting gegenüber pressetext.

Kunden bevorzugen eigene Plattformen

Noch vor einem Jahr waren sich viele Experten einig, dass Facebook aufgrund seiner Größe der neue Marktplatz der Zukunft sein würde. Mittlerweile ist die Stimmung nicht mehr so optimistisch. "Es hat sich herausgestellt, dass Facebook-Commerce ist, als ob man versucht, Leuten Dinge anzudrehen, während sie mit Freunden in einer Bar abhängen", beschreibt Analystin Sucharita Mulpuru die Schwierigkeiten. Das Hauptproblem der meisten gescheiterten Facebook-Läden ist, dass wenige Kunden bereit sind, die bequemen und gewohnten E-Commerce-Plattformen direkt auf den Internetseiten der Hersteller gegen deren Facebook-Auftritte einzutauschen.

Sprecher der betroffenen Unternehmen führen die Misserfolge ebenfalls auf den fehlenden Mehrwert zurück. Deshalb ändern viele bei Facebook gescheiterte Händler ihre Strategie. "Viele Unternehmen investieren derzeit in ihre eigenen E-Commerce-Lösungen. Eigene Online-Shops erlauben zudem mehr Flexibilität als Facebook-Filialen. Die Menschen sind überlastet mit der Werbung und blenden sie deshalb automatisch aus. Bei Usern, die mit Kaufabsicht auf die eigenen Plattformen der Händler gehen, ist das nicht der Fall. Bei Facebook ist man aber privat", erklärt Jaritz.

Facebook verdient weiter

Die Werbeeinnahmen, die Nutzer in die Online-Läden lotzen sollen, steigen trotz der prominenten Fehlschläge an. Für Facebook ist es aber noch aus einem anderen Grund wichtig, dass die Geschäfte langfristig erfolgreich sind. Das soziale Netzwerk muss Mittel und Wege finden, wie es seine Nutzer länger auf der Plattform halten kann, um mehr wirksamere Werbung zu verkaufen. "Facebook ist eine Reputationsplattform. Hier können Unternehmen ihre Marke präsentieren. Dass das schwer in bare Münze übersetzbar ist, war von Anfang an klar", zeigt sich Jaritz skeptisch.

(pressetext.com)


 


 

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