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Hochwasserschutz

Mehr Sicherheit bei Hochwasser

Bewohner in von Hochwasser bedrohten Gebieten können künftig noch ein wenig ruhiger schlafen. Erstmals haben Bauingenieure der Universität der Bundeswehr München insgesamt 25 Führungskräfte der Wasserwacht Bayern zum Thema Hochwasserschutz weitergebildet.

Auf dem Programm der viertägigen Fortbildung standen zahlreiche Themen wie Standsicherheit von Gebäuden, Klassifizierung von Böden und Hydrologie. Mehrere Experten vermittelten ihr Fachwissen theoretisch und zum Teil praktisch in den entsprechenden Lehrlaboren. Das Konzept für den Lehrgang wurde von der Universität der Bundeswehr München und der DRK-Wasserwacht im Rahmen des Forschungsprojektes RIMAX entwickelt.

„Der Lehrgang soll dazu beitragen, dass die Einsatzkräfte vor Ort Gefahren schnell und richtig einschätzen und die Kreisverwaltungsbehörden noch qualifizierter in Fragen der Wasserrettung im Hochwassereinsatz beraten können“, berichtete Diplom-Ingenieur Johann Penn Fachberater Hochwasserschutz der Wasserwacht Bayern. Mit der Ausbildung will die Wasserwacht den Behörden zusätzlich zum Fachberater Wasserrettung einen Fachberater Hochwasserschutz zur Seite stellen.

Zu den Lehrgangsinhalten gehörten unter anderem die Merkmale der einzelnen Hochwasserarten, Grundwissen von Wetter und Klima, die Sicherheit von Vorhersagemodellen, Arten von Deichschädigungen und Deichsicherungen oder die Inhalte der EU-Hochwasserrichtlinie. Professor Norbert Gebbeken von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau informierte über Statik und Standsicherheit von Gebäuden, Brücken und Anlagen. Der Leiter des Lehrstuhls Wasserwirtschaft, Professor Markus Disse, sprach über die Eigenheiten und Besonderheiten fließenden Wassers und Conrad Boley, Professor für Bodenmechanik und Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, referierte über die verschiedenen Bodenarten.

„Besonders die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es in der Kette der Verantwortlichen von Behörden, Hochschulen, Wetterdienst und den operierenden Einsatzkräften vor Ort Lücken gibt“, berichtete Oliver Mignon, stellvertretender Vorsitzender der Wasserwacht Bayern. Der Fachberater Hochwasserschutz soll nun einen Teil dieser Lücken schließen.

(Informationen: Bayerische Ingenieurekammer-Bau: http://www.bayika.de, Bayerisches Rotes Kreuz Wasserwacht: http://www.wasserwacht-bayern.de)

(Bayerische Ingenieurekammer-Ba)


 


 

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