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Rodenstock-Areal München: Zurück zu den Wurzeln

Nach Umzug des Brillenherstellers Rodenstock starten ab Mai Entkernung und Abbruch der Industriegebäude/284 Eigentums- und Mietwohnungen im neuen Münchner Quartier „Rodenstock Garten“ geplant/Über 90 Prozent der Wohnungen bereits verkauft.

Nach dem Umzug des Brillenherstellers Rodenstock GmbH aus der Isarvorstadt in den Münchner Stadtteil Laim in der vergangenen Woche startet der neue Eigentümer des Geländes an der Isartalstraße, die Baywobau Immobilien AG, jetzt die Entkernungs- und Abbrucharbeiten. Bis Ende 2014, Frühjahr 2015 entsteht auf dem 13.000 Quadratmeter großen Grundstück das Stadtquartier „Rodenstock Garten“ mit 284 Wohnungen, sieben Läden, einer städtischen Kindertagesstätte sowie zwei Tiefgaragen mit insgesamt 336 Stellplätzen. „Mit dem Umbau des Firmenareals zu innerstädtischem Wohnraum wird das Gelände seiner ursprünglichen Nutzung zugeführt. Das Besondere: Im Rahmen des Neubaus wird der bis dato unterirdisch verlaufende Westermühlbach freigelegt und in den 4.000 Quadratmeter großen Innengarten des Quartiers integriert“, sagt Albert Hofmann, Vorstand der Baywobau Immobilien AG.

Inmitten des urbanen Dreimühlenviertels im Stadtteil Isarvorstadt wuchs seit 1886 die Firmenzentrale der heute zu den weltweit führenden Herstellern für Brillengläser und Brillenfassungen zählenden Rodenstock GmbH. Damals noch außerhalb der Stadt gelegen, wurde das ursprünglich bestehende Wohngebäude zunächst zum Handwerksbetrieb für die Herstellung von Brillengläsern, Fernrohren oder Objektiven umgebaut. Später entstanden entlang der Isartalstraße weitere Gebäude, in denen die Unternehmensbereiche Forschung und Entwicklung, Fassungsdesign, Verkaufszentrale, Logistik und Einkauf, Marketing und Verwaltung untergebracht waren.

Denkmalschutzgeprägtes Wohnen

Im Frühjahr 2010 verkaufte Rodenstock das Areal an den Münchner Bauträger Baywobau Immobilien AG. In der vergangenen Woche zog der Brillenhersteller mit seinen 460 Mitarbeitern in ein moderneres Gebäude im Münchner Stadtteil Laim. Das einstige Firmengelände aber wird nun unter Leitung der Baywobau bis Ende 2014, Frühjahr 2015 seiner ursprünglichen Nutzung zugeführt. Nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Ortner & Ortner Baukunst entsteht entlang von Isartalstraße, Roecklplatz und Auenstraße eine nach Außen relativ geschlossene und nach Innen großzügig geöffnete riegelförmige Bebauung. „Das Dreimühlenviertel und insbesondere die Isartalstraße sind stark durch denkmalgeschützte Häuser geprägt. Uns war es daher wichtig, bei der Fassadengestaltung sehr feinfühlig vorzugehen“, erklärt Albert Hofmann. „Im Dialog mit den Architekten, der Stadt und den benachbarten Anwohnern ist es gelungen, die historische Architektur in eine moderne Formsprache zu übersetzen. So wird sich die Fassade des Ensembles durch entsprechende Putzstrukturen, Bossen, Gesimse und Materialien in die umliegende, gründerzeitliche Bebauung integrieren.“ Das Herzstück des Quartiers ist die großzügige, halböffentliche Grünanlage mit Wegen, kleinen Hügeln, einer berankten Pergola und den Privatgärten für die Bewohner der Erdgeschosswohnungen. Highlight dabei wird der im Zuge der Baumaßnahmen wieder freigelegte Westermühlbach sein.

Eigentumswohnungen

Nahezu ringförmig umrahmt wird der Garten von insgesamt 20 sechs- bis siebengeschossigen Gebäuden. In ihnen entstehen auf zirka 25.000 Quadratmeter Wohnfläche 174 Eigentumswohnungen für Kapitalanleger und Selbstbezieher sowie 110 reine Mietwohnungen. Letztere wurden bereits an zwei Münchner Institutionen verkauft. Die 1,5- bis 5-Zimmerwohnungen zeichnen sich aus durch variantenreiche Grundrisse, raumhohe Fenster und helle Räume. Alle Wohnungen verfügen zudem über Balkone/Loggien, Terrassen mit Privatgarten oder Dachterrassen. Des Weiteren werden eine städtische Kindertagesstätte sowie sieben Läden mit zirka 800 Quadratmeter Nutzfläche in das Quartier integriert. Alle Häuser der Wohnanlage werden nach Energiestandard KfW 70 errichtet. Albert Hofmann: „Unwiederbringliche Lage, gute Verkehrsanbindung, hohe Architektur- und Bauqualität: Dass mit ‚Rodenstock Garten‘ ein besonderes Stadtquartier entsteht, wissen die Interessenten und Käufer zu schätzen. Bereits vor Beginn der Abbrucharbeiten auf dem einstigen Firmenareal sind über 90 Prozent der künftigen Wohnungen verkauft. Nur einige 4- bis 5-Zimmer-Wohnungen im Innenbereich des Ensembles sind noch zu haben.“

(Redaktion)


 


 

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