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Münchner entwickeln spezielles Trainingsprogramm

Kalorien beim Radeln an der Isar zählen, Laufstrecke durch den Englischen Garten bei Facebook posten, virtuellen Trainern gehorchen: Während immer mehr Breitensportler ihre Trainingseinheiten mit dem Handy überwachen und steuern, setzen zwei Münchner auf ganz andere Reize.

Der Physiotherapeut und Personal Trainer Ingo Langanki und der ehemalige Olympiateilnehmer Thomas Bauer haben gemeinsam das Trainingsprogramm Kinemotioncamp entwickelt. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Schwitzen - und  vor allem der Spaß an der Bewegung.

"Das Problem vieler Apps ist, dass sich Freizeitsportler mit Sport-Apps der totalen Kontrolle aussetzen und in einen spaßfreien Perfektionierungs- und Optimierungswahn verfallen. Ein anderer Nachteil bleibt, dass die digitalen Helfer falsche Bewegungsabläufe, die wirklich zu gesundheitlichen Problemen führen können, nicht erkennen", erklärt Langanki. Doch auch das Trainieren im Fitnessstudio betrachtet der Physiotherapeut skeptisch, selbst wenn es natürlich besser als gar keine Bewegung sei. "Es ist dennoch komisch, wenn jemand mit dem Auto ins Fitness-Studio fährt, dort den Fahrstuhl nimmt und sich anschließend auf den Stepper oder das Laufband stellt." Das Paradoxe: Viele früher völlig normale Bewegungsabläufe sind heute aus dem Alltag verbannt und müssen mittlerweile an speziellen Orten nachgeholt werden. Auch Fitnessgeräte seien teilweise überflüssig. Sie sind laut Bauer so gestaltet, dass spezielle Muskeln isoliert trainiert werden. "Viel effektiver ist es jedoch, mit einer Übung viele Muskeln zu beanspruchen. Das spart Zeit und ist natürlicher", sagt Bauer.

Aus diesen Überlegungen heraus haben die beiden Kompagnons das Kinemotioncamp (www.kinemotioncamp.de) entwickelt. Ihre Trainingseinheiten finden teilweise an besonderen Orten statt, wie in einer leeren Tiefgarage im Scheinwerferlicht zweier Autos oder auf der Dachterrasse. Ganz oft treffen sich die Kleingruppen mit bis zu sechs Teilnehmern aber auch ganz einfach in einem Münchner Park oder in der Sporthalle. Denn um spezielle Orte allein geht es bei ihrem Camp gar nicht - obwohl außergewöhnliche Sportstätten Routinen durchbrechen und damit die Motivation erhöhen, andere Bewegungsabläufe fördern und eine bessere mentale Erholung ermöglichen.Im Mittelpunkt des siebenwöchigen Camps stehen vielmehr gemeinsame Sportübungen vom Berglauf bis zu Liegestützen. Es sind teilweise ganz einfache Übungen. Der Reiz für die Sportler und für ihre Muskeln und Ausdauer liegt in der Art der Ausführung und in der Anzahl der Wiederholungen, die dem Konditionsniveau der Teilnehmer angepasst werden. Vor allem wollen die beiden Münchner die Menschen in den Mittelpunkt stellen. "Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß Teilnehmer haben, wenn Sie bei den Übungen interagieren und herausfordern  - und wenn sie nicht alle drei Sekunden auf ihr Smartphone blicken", sagt Langanki.

(Redaktion)


 


 

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