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Flughafen München GmbH

Flughafen München verzichtet auf Kündigungen nach Streik

Die Flughafen München GmbH (FMG) verzichtet nach den Warnstreiks im Mai auf die zunächst ausgesprochenen und angestrebten Kündigungen von sieben Mitarbeitern. Wie das Unternehmen am 23.09.09 mitteilte, sollen damit die arbeitsrechtlichen Konsequenzen des nach FMG-Auffassung illegalen Warnstreiks deutlich abgemildert werden. Der Flughafen habe sich mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verständigt, um die Belastungen von den betroffenen Mitarbeitern der FMG und der FMG-Tochtergesellschaft AeroGround zu nehmen.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, werden die FMG und ver.di nun die Fragen nach den Folgen des Warnstreiks im Rahmen einer Klage auf Schadenersatz gegen die Gewerkschaft klären lassen.

Die FMG hatte zwei Wochen nach dem Warnstreik im Mai vier Mitarbeiter der Tochtergesellschaft fristlos entlassen. Bei drei weiteren Beschäftigten strebte das Unternehmen ebenfalls fristlose Kündigungen an. Die Mitarbeiter seien vor und während des Arbeitskampfs ausdrücklich auf die Folgen einer Teilnahme an dem rechtswidrigen Streik hingewiesen worden, argumentierte die FMG.

Ausschlaggebend für die fristlose Kündigung sei gewesen, dass diese Mitarbeiter Betriebsmittel des Arbeitgebers missbraucht hätten.

Am 19. Mai hatten nach Angaben von ver.di zwischen 350 und 400 Beschäftigte für vier Stunden die Arbeit niedergelegt. Die FMG erwirkte einstweilige Verfügung gegen den Streik des Bodenpersonals und kündigte arbeitsrechtliche Schritte gegen die Teilnehmer an. Als Grund nannte die Kammer, dass es ver.di nicht erlaubt sei, Warnstreiks zur Durchsetzung von bereits abschließend in den Tarifverträgen festgelegten Regelungen durchzuführen.

(Redaktion)


 


 

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