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Start- und Landebahn

Dritte Startbahn am Münchner Flughafen genehmigt

Die Regierung von Oberbayern hat den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen unter Auflagen genehmigt.

Mehrere Gutachten hätten den Bedarf für den rund eine Milliarde Euro teuren Ausbau bestätigt. Dieser gewährleiste langfristig die Drehkreuzfunktion des Flughafens, teilte die Behörde mit.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist die rechtliche Grundlage für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte in Bayern geschaffen. Die Regierung von Oberbayern gab jedoch mehrere Einschränkungen vor. Der Flugbetrieb wird nur in der Zeit zwischen 6.00 und 22.00 Uhr gestattet. Der besonders betroffene Freisinger Ortsteil Attaching bekommt ein Entschädigungsgebiet.

Zahlreiche Gegner des Projekts, darunter der Bund Naturschutz, haben Proteste angekündigt und wollen gegen den Beschluss vor Gericht ziehen. Dafür haben sie drei Monate Bedenkzeit. Erst nach Abschluss der öffentlichen Auslegung des Beschlusses Anfang Oktober steht der Klageweg offen.

Mit der Entscheidung der Regierung von Oberbayern geht eines der größten deutschen Verwaltungsverfahren zu Ende. Gegen den von der Flughafengesellschaft München (FMG) im Sommer 2007 beantragten Ausbau wurden knapp 84.000 Einwendungen erhoben.

Das bayerische Kabinett beschäftigt sich voraussichtlich am Mittwoch mit dem Thema. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte angekündigt, den Dialog mit den betroffenen Anwohnern zu suchen.

Dritte Startbahn am Münchner Flughafen 

  • 4.000 Meter Länge und 60 Meter Breite
  • soll 120 statt bisher 90 Flugbewegungen pro Stunde gewährleisten
  • Flächenbedarf für Startbahn: 871 Hektar; Ausgleichsmaßnahmen: 908 Hektar
  • Notwendige Ausbauten: u.a. dritte Feuerwache, Schneedeponien, Vorfelder mit Abstellmöglichkeiten für 78 Flugzeuge und Flächen für ein weiteres Abfertigungsgebäude
  • Gesamtkosten: etwa eine Milliarde Euro (inklusive Erfüllung der Umweltschutzauflagen)
  • Gegen den geplanten Ausbau wurden 83.999 Einwendungen erhoben
  • Das Planfeststellungs-Verfahren hat über drei Jahre gedauert
  • Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern umfasst 2.837 Seiten in 3 Textordnern sowie 17 Planordnern; die Kosten für das Genehmigungsverfahren liegen bei mehreren Millionen Euro und werden von der Flughafengesellschaft getragen

(dapd-bay)


 


 

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