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Nach "Stuttgart 21"

Protest gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen

Nach "Stuttgart 21" ist die Politik gewarnt, auch in München: Als am Dienstag die Genehmigung für die dritte Startbahn am Münchner Flughafen erteilt wurde, verzichteten die Vertreter der bayerischen Staatsregierung auf übertriebene Freude. Stattdessen beeilte sich Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zu versichern, der Dialog mit den Flughafenanwohnern werde "unvermindert fortgesetzt".

Schon am Wochenende hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an seine Parteifreunde appelliert, die Sorgen der betroffenen Menschen in der Region ernst zu nehmen und aus den Erfahrungen in Baden-Württemberg zu lernen: "Ich bitte Euch im Umgang mit der Bevölkerung von dem Grundsatz auszugehen: Wir üben keine Herrschaft aus, sondern wir sind Dienstleister für die Bürger."

Auch wenn noch nicht absehbar ist, ob der Protest gegen die dritte Startbahn ein Ausmaß wie Stuttgart annimmt - der Regierung stehen unangenehme Monate bevor. Schon am Freitag geht es los: Dann wollen sich die Projektgegner vom Aktionsbündnis "aufgeMUCkt", dem rund 70 Bürgerinitiativen und Umweltverbände angehören, um 10.30 Uhr vor der CSU-Landesleitung in München versammeln.

Seit Beginn der Planungen für eine dritte Startbahn im Jahr 2005 gibt es in der Flughafenregion enormen Protest. Das jahrelange Genehmigungsverfahren der Regierung von Oberbayern wurde von Protesten begleitet, betroffene Bürger erhoben 84.000 Einwände gegen den eine Milliarde Euro teuren Ausbau. Auch mehr als 140 Kommunen und andere öffentliche Stellen trugen ihre Bedenken vor.

Vor allem in Freising ist die Anst groß vor dem zusätzlichen Fluglärm, den eine weitere Startbahn bringen würde. Oberbürgermeister Dieter Thalhammer (SPD) will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um den Ausbau zu verhindern. Zu den Gegner des Vorhabens zählen auf Landesebene auch Freie Wähler und Grünen. Das klare Nein zur dritten Startbahn hatte dem Grünen-Kandidaten Christian Magerl bei der Landtagswahl 2008 in Freising ein Traumergebnis von 23,5 Prozent der Stimmen beschert.

(dapd-bay)


 


 

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