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Dachfonds: eine Weiterentwicklung in der Fondsbranche

Immer mehr Gesellschaften versuchen mit neuen Produkten die Wünsche der Anleger abzudecken. Dachfonds - eine neue Idee für Anleger?

Die Vorteile von Dachinvestments

Fondsanlagen nehmen in der Regel dem Anleger viel Arbeit ab, zudem erfolgt die Geldanlage unter professioneller Verwaltung. Anleger hingegen haben auf Grund der zwischenzeitlich unüberschaubaren Anzahl von Fonds fast keinen Überblick mehr. Wer eine solide Geldanlage will, muss hierfür aber fundierte Entscheidungen treffen. Damit bei der Fondsauswahl nicht die Risiken überwiegen, entscheidet man sich für ein Fondsmanagement.

Dabei handelt es sich bei Dachfonds um ein Investment, das nicht in einzelne Aktien oder Anleihen investiert. Ein Dachinvestment erwirbt vielmehr Anteile an einem Investmentfonds, auch Zielfonds genannt. Die Vorteile gegenüber Direktanlagen in Investmentfonds liegt in der breiten Streuung, denn Dachfonds beschäftigen sich nicht nur mit Marktsegmenten, sondern auch mit Themen, Trends und Strömungen.
Dabei beobachtet ein Dachinvestment insbesondere die besten Fondsmanager und Investmentgesellschaften und filtert entsprechende Daten hier aus.

Die Möglichkeit, die besten auszuwählen

Der Hauptvorteil in Dachinvestments liegt also darin, aus allen in Deutschland zugelassenen Fonds die besten auszuwählen. Dabei sind die Fondsmanager zudem an kein Institut gebunden, und sie haben keinerlei Vorgaben darüber, bestimmte Zielfonds kaufen zu müssen. Vielmehr stellt das Dachfondsmanagement aus einer Gesamtpalette an Zielfonds den entsprechenden Dachfonds zusammen.
Interessenten sollten bei dieser Anlage allerdings darauf achten, dass sie nur in Dachinvestments investieren, die auf alle in Deutschland zugelassenen Investmentfonds zugreifen. Nicht empfehlenswert sind hingegen Dachfonds von lediglich einer Fondsgesellschaft, die selbst nur hauseigene Fonds mischt. Genau dadurch wird allerdings der Hauptvorteil eines Dachinvestments zunichte gemacht.

Auf das Anlegerverhalten kommt es an

Noch immer verhalten sich viele Anleger prozyklisch. Das heißt: Sie kaufen Anteile bei hohen Preisen (springen zu spät auf den bereits fahrenden Zug) und verkaufen diese bereits bei der nächsten vermeintlichen Krise zu niedrigen Preisen. Ausreichend für dieses Handeln sind meist reißerische Berichterstattungen im Fernsehen oder der "ach so gut gemeinte Ratschlag des Nachbarn". Dachinvestments versuchen, diese groben Fehler zu vermeiden.

(Dietmar Kern)


 


 

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