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Forschungskooperationen zwischen München und Österreich

Bayern und Österreich verbindet traditionell eine enge Wirtschaftspartnerschaft. Gleichsam ist die Alpenrepublik für viele Unternehmen aus dem Freistaat der erste Schritt für eine Expansion ins Ausland. Im Rahmen einer Veranstaltung in München stellte der heimische DAX-Konzern Infineon nun seine erfolgreiche Forschungskooperation mit dem Wiener IT-Unternehmen TTTech vor. Gastgeber waren das österreichische Handelskonsulat, ABA Invest in Austria und die Wirtschaftsagentur Wien.

Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik lauschten den Vorträgen von Ralf Memmel, Vice President von Infineon, Dr. Stefan Poledna, Co-Gründer und Geschäftsführer von TTTech, sowie Bernhard Bachleitner, Ansiedlungsberater von ABA-Invest in Austria.

TTTech und Infineon geben Gas beim Autonomen Fahren“, sagte Ralf Memmel von Infineon. Der Münchner Halbleiterkonzern hat sich am österreichischen Technologieunternehmen im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit rund 7 Millionen Euro beteiligt. Auch der Ingolstädter Autobauer AUDI ist dem Vernehmen nach auch mit rund 30 Prozent an TTTech beteiligt. Exklusiv mit Infineon hat TTTech, welches 1997 als Startup begann und heute über 450 Mitarbeiter zählt, unter Leitung der AUDI AG das zentrale Fahrerassistenzsteuergerät „zFAS“ entwickelt. Infineon sieht darin einen wichtigen Meilenstein für das künftige Top-Thema „Autonomes Fahren“, sowohl im Automobilbereich, als auch für weitere Anwendungen pilotierten Fahrens.

Gute Gründe für deutsch-österreichische Kooperationen

Mehr als 50% aller F&E-Investitionen in Österreich entfallen auf internationale Unternehmen. Ein Großteil davon aus Deutschland. Die Gründe, weshalb deutsche Unternehmen zunehmend F&E-Einrichtungen in Österreich aufbauen oder entsprechende Beteiligungen ausloten, sieht Bernhard Bachleitner, Ansiedlungsberater der Wirtschaftsförderungsagentur ABA-Invest in Austria, vornehmlich im steuerlichen Umfeld und in der Forschungsförderung: „Neben den weitreichenden direkten Förderungen können innovative Unternehmen in Österreich eine Prämie von 12% auf F&E-Aufwendungen steuerlich geltend machen.

Dieser Bonus wird den Unternehmen bar beziehungsweise als Steuergutschrift ausgezahlt“. Mit einer Forschungsquote von mehr als 3% liegt Österreich beim Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt im europäischen Spitzenfeld. „Ebenso sind die Steuermodelle in der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit für internationale Unternehmen attraktiv“, ergänzt Bachleitner. Über 8.500 deutsche Konzerne und mittelständische Unternehmen sind mittlerweile mit einer eigenen Gesellschaft in Österreich vertreten. Der Bestand deutscher Direktinvestitionen in Österreich beläuft sich auf über 40 Milliarden Euro.

Gute Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten

Auch Dr. Stefan Poledna von TTTech findet, dass in Österreich objektiv gute Anreizsysteme und Formen öffentlicher Förderung, gerade für Technologie-Start-ups, zur Verfügung gestellt werden. „Für forschungsintensive Unternehmen ist Österreich ein sehr guter Standort. Sowohl mit Blick auf die Rahmenbedingungen durch die staatliche Forschungspolitik als auch aufgrund des sehr guten universitären Bildungssystems“. Neben den genannten Fördermöglichkeiten können auch Finanzierungsmittel über den Austria Wirtschaftsservice (AWS) und die Forschungsförderungsgesellschaft FFG bezogen werden. TTTech beliefert mittlerweile Automobilzulieferer und Hersteller wie etwa Audi und Magna mit Technologien für autonomes Fahren, Flugzeughersteller Boeing mit Elementen für die Steuerung der Kabinendruckregelung oder die NASA mit Bauteilen für das Kommunikationssystem der Orion-Raumkapsel (Mars-Mission).

(Redaktion)


 


 

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