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Darmerreger

Gefährlichkeit des EHEC-Erregers in Fürth weiter unklar

Die Gefährlichkeit des auf Salat in Fürth gefundenen EHEC-Erregers ist weiter unklar. Der genaue Typ sei noch nicht bestimmt worden, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk zufolge.

Es gebe noch keine Hinweise, "dass es einen Zusammenhang mit dem norddeutschen Erreger gibt", betonte sie. In Deutschland sind seit Anfang Mai mindestens 35 an EHEC oder am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS) erkrankte Menschen gestorben.

Bei Gemüseproben war erstmals seit Beginn der Infektionswelle auch in Bayern der gefährliche Darmkeim in Lebensmitteln nachgewiesen worden. Er befand sich auf einem roten Blattsalat ("Lollo Rosso"), wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen mitgeteilt hatte.

Bauern, die durch EHEC Einnahmeeinbußen haben, will Aigner mit einem Programm der Landwirtschaftlichen Rentenbank für zinsverbilligte Darlehen unterstützen. Zudem habe sie sich in Brüssel dafür eingesetzt, Hilfen für Bauern in ganz Europa zu erwirken, sagte sie. "Wir werden alles versuchen, das aufzufangen." Die EU-Kommission will zur Entschädigung der Gemüsebauern in Europa mehr als 200 Millionen Euro Entschädigung bereitstellen.

Aigner verteidigte die anfänglichen Warnungen vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Salat. Dies sei im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes nötig gewesen. Die Befragung der betroffenen Patienten habe eine Häufung bei diesen Gemüsesorten ergeben. Ohne Warnung wäre es möglicherweise zu neuen Infektionen gekommen, sagte die CSU-Politikerin den Angaben zufolge.

Aigner besucht Nürnberger Betrieb

Aigner will sich nun ein Bild von den wirtschaftlichen Folgen der EHEC-Epidemie machen. Dazu wollte sie am Dienstag gemeinsam mit Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) einen Betrieb in Nürnberg besichtigen und danach zu einem Betrieb in Schleswig-Holstein weiterreisen.

Insgesamt sind dem LGL zufolge in Bayern bislang 617 Proben von Obst und Gemüse genommen worden, nur in dem einen Fall sei der EHEC-Erreger gefunden worden. In Bayern gab es bis zum Montag 18 Fälle von HUS, einen HUS-Verdachtsfall und 93 weitere EHEC-Fälle.

(dapd-bay)


 


 

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