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Girokonten

Gebühren, Fremdkunden, Geldautomaten - Deutschlands Konten im Test

Auf der Suche nach kostenlosen Girokonten bekamen 1 610 Banken Post von Finanztest – so viele wie nie. Neben den Kosten der Kontoführung fragten die Tester auch nach den Kosten für Fremdkunden, die an ihren Automaten Geld abheben. Die Suche ergab nur 74 kostenlose Konten. Finanztest hilft beim Finden einer günstigen Bank vor Ort.

Viele Bankkunden zahlen Gebühren für ihr Girokonto und obendrein hohe Dispozinsen. Finanztest hat untersucht, ob Bankkunden vor Ort ein Gratiskonto finden können. Der Test zeigte, dass das gar nicht so leicht ist. Vor allem, wenn die Kunden gelegentlich in eine Filiale gehen wollen.

Die Tester befragten alle Banken in Deutschland, die Gehalts- und Rentenkonten anbieten – insgesamt 1 610. Knapp über 800 Banken antworteten. Viele gaben an, sie hätten ein kostenloses Girokonto. Doch nur ein Bruchteil davon erfüllt die Finanztest-Bedingungen für ein Gratiskonto. Nur knapp 5 Prozent der Sparkassen und Genossenschaftsbanken bieten ihr Girokonto gratis an.

Kostenlos ohne Wenn und Aber

test.de bietet insgesamt 74 Institute, die ein Gratiskonto ohne Wenn und Aber anbieten – eines mehr als noch in der Printausgabe von Finanztest. Gratis, das heißt nach dem Maßstab von Finanztest: Die Bank verlangt keine monatliche Kontoführungsgebühr, stellt keine Kosten für die Girocard in Rechnung und verzichtet auf Vorgaben wie eine Mindesthöhe für den Geldeingang.

Ob der Kunde das Konto in der Filiale oder online oder per Telefon führen muss, spielt keine Rolle. Vor allem bei den Sparkassen und den Volks- und Raiffeisenbanken ist es schwer, ein gebührenfreies Konto zu bekommen, das keine Bedingungen aufweist. Nur 20 Sparkassen erfüllen die Vorgaben mit einem ihrer Konten – von über 300 Sparkassen, die geantwortet haben. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken fanden sich 44 Gratiskonten.

Es gibt aber auch rund dreimal so viele Genossenschaftsbanken wie Sparkassen.Mit und ohne Bedingungen: Unter Alle Konten  gibt es die Übersicht von kostenlosen Girokonten mit und ohne Bedingungen.

Es gibt eine Lösung

Finanztest hat sich auf den Weg gemacht und zeigt, wie zum Beispiel ein Kunde der Sparkasse Göttingen eine Bank findet, der er nicht jeden Monat Kontogebühren bezahlen muss. Es sollte eine Bank sein, die in der Stadt mit gut 120 000 Einwohnern Filialen betreibt. So wie er, können auch alle anderen Kunden vorgehen, die ein neues Konto suchen. Acht Banken am Ort scheiden aus, weil sie entweder kein Gratiskonto anbieten oder Bedingungen für die Gebührenfreiheit stellen. Für den Beispielkunden kommen zwei Banken in Frage: die PSD Braunschweig und die Sparda-Bank Hannover. Beide führen kostenlose Girokonten, bei der Sparda Hannover muss der Kunde lediglich einen Genossenschaftsanteil für 52 Euro erwerben, der verzinst und bei Kündigung zurückgezahlt wird.

Mehr Auswahl bei Onlinekonten

Größer wird die Auswahl, wenn Kunden sich entschließen, die Bankgeschäfte nur per PC zu führen und auf einen Ansprechpartner vor Ort zu verzichten. Ein Onlinekonto wird meist auch für diejenigen die Lösung sein, die auf dem platten Land wohnen und in ihrem Ort nichts anderes als eine Sparkasse und Volksbank haben. Erste Überlegung für sie wäre die norisbank, die Direktbanktochter der Deutschen Bank. Das Girokonto ist kostenlos für alle Kunden mit Gehalts- oder Renteneingang, eine Höhe ist nicht vorgeschrieben. Kunden können das Konto online oder über die Filiale führen. Die norisbank hat bundesweit 91 Filialen. Auch Kunden, die sonst online sind, können dort mal etwas klären.

Beim Wechsel an Bargeld denken

Neben dem Preis für ein Girokonto ist es wichtig, dass der Kunde ohne viel Mühe kostenlos an Bargeld kommt. Preisvorteile gehen sonst am Geldautomaten verloren. Kostenlos ist Geldabheben immer an den Automaten der eigenen Bank. Den Sparkassenkunden stehen bundesweit rund 25 700 Geldautomaten aller deutschen Sparkassen zur Verfügung. Besser geht es nicht. Kunden der Volksbanken und der PSD Banken können immerhin an knapp 19 300 Automaten des Bankcard Servicenetzes der Volks- oder Raiffeisenbanken kostenlos Geld abheben.

Weniger Automaten bei Großbanken

Ein Konto bei einer der überregionalen Groß- und Direktbanken bringt dagegen Einschränkungen. Das Automatennetz Cash Group hat rund 9 000 Geldautomaten. Dazu gehören Großbanken und ihre Direktbanktöchter wie die Berliner Bank, Commerzbank (comdirect), Deutsche Bank (norisbank), Hypovereinsbank und Postbank. Ähnlich heißt das zweite Netz, der Cashpool, dessen Stamm Targobank, Santander Consumer Bank und die Sparda-Banken bilden. Dieser Pool hat nur 2 800 Geldautomaten.

Weitere Informationen dazu gibt es bei test.de.

(Redaktion)


 


 

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