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Gesetzesänderungen

Mehr Geld für Minijobber, weniger Geld für Eltern

Neue Einkommensgrenzen für Minijobber, steigende Pflege- versicherungs- und sinkende Rentenversicherungsbeiträge oder die Einführung von Unisex-Tarifen - zum Jahreswechsel wird es wieder zahlreiche Neuerungen. Ein Überblick der Deutschen Vermögensberatung.

  • Mehr Geld für private Rente

Der Gesetzgeber senkt 2013 die Rentenbei- träge von 19,6 auf 18,9 Prozent des Brutto- lohns. Damit hat jeder gesetzlich Renten- versicherte im kommenden Jahr mehr Netto auf seinem Lohnzettel. "Dieser Schritt gibt Arbeit- nehmern den Freiraum, die eigene private Altersvorsorge aufzustocken und die Versor- gungslücke ein Stück weiter zu schließen, beispielsweise mit der staatlich geförderten Riester-Rente", raten die DVAG-Experten.

  • Minijobber dürfen mehr verdienen

Minijobber können ab nächstem Jahr 50 Euro mehr im Monat verdienen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Die Verdienstgrenze steigt von 400 auf 450 Euro. Künftig sind Minijobber automatisch rentenversicherungspflichtig, sofern sie keine Befreiung davon beantragen. Arbeitgeber zahlen weiterhin pauschal 15 Prozent in die gesetzliche Rentenversicherung ein, Minijobber zusätzlich 3,9 Prozent des Arbeitsentgelts. "Minijobber können ihren Rentenanspruch um rund 30 Prozent erhöhen, wenn sie ihren Beitrag in die Rentenversicherung freiwillig auf den vollen Betrag von künftig 18,9 Prozent aufstocken", so der Tipp der DVAG-Experten.

  • Weniger Elterngeld

Für zukünftige Eltern, deren Kind nach dem 1. Januar 2013 geboren wird, berechnet der Fiskus das Elterngeld neu. So zieht er vom durchschnittlichen Nettoverdienst der vergangenen zwölf Monate nicht mehr die tatsächlichen Sozialversicherungsbeiträge ab, sondern pauschal 21 Prozent. Änderungen gibt es ebenfalls beim Thema Steuerklasse: Bisher konnte der Elternteil, welcher den Großteil der Elternzeit in Anspruch nehmen wollte, kurzfristig in die günstige Steuerklasse III wechseln. Ab 2013 gilt: Ausschlaggebend ist die Steuerklasse, die in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes überwogen hat.

  • Altersvorsorge für Selbstständige

Die Basis- oder sogenannte Rürup-Rente wird für Vorsorge-Sparer im kommenden Jahr wieder ein Stück attraktiver. Die Basis-Rente eignet sich besonders für Selbstständige und Freiberufler, da sie hohe Steuervorteile bietet: 2013 steigt der Anteil der gezahlten Beiträge, den Sparer steuerlich geltend machen können, auf 76 Prozent. Der Anteil wächst jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. Im Jahr 2025 werden die eingezahlten Prämien dann komplett absetzbar sein. "Maximal gilt dies für Einzahlungen von 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Verheiratete", so die Fachleute der DVAG.

  • Staatliche Förderung für Pflegezusatzversicherung

Im Zuge der Pflegereform zahlt der Staat gesetzlich Pflegeversicherten - unabhängig von ihrem Einkommen - ab Januar 2013 eine Zulage von 60 Euro pro Jahr. Voraussetzung: Sie schließen freiwillig eine Pflegezusatzver- sicherung ab, deren Mindestbeitrag bei 120 Euro liegt. Zur Finanzierung der Pflegereform werden die Beitragssätze zur Pflegeversicherung von 1,95 auf 2,05 Prozent erhöht. Für Steuerzahler ohne Kinder steigt der Beitragssatz auf 2,3 Prozent.

  • Unisex-Tarife werden verpflichtend

Bei Versicherungstarifen gilt ab dem 21. Dezember 2012 der Grundsatz der Gleichberechtigung und sogenannte Unisex-Tarife werden verpflichtend. Das heißt, die Prämien für Altersvorsorge-, Berufsunfähigkeit-, Unfall-, Kranken-, Risikolebens-, Pflege- und Kfz-Versicherung werden nicht mehr abhängig vom Geschlecht berechnet.

(Redaktion)


 


 

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