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Gesetzliche Rente

Welche Strategien sind sinnvoll gegen Altersarmut?

Bundessozialministerin Ursula von der Leyen plant die Einführung einer Zuschussrente. So soll Altersarmut vermieden werden. Eine Voraussetzung für die Zuschussrente: Der Empfänger muss privat fürs Alter vorgesorgt haben.

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Altersarmut gibt es schon

Der großen Mehrheit der Ruheständler geht es derzeit bestens. Nur 2,5 Prozent aller 65-Jährigen und Älteren haben weniger als 686 Euro im Monat zur Verfügung und sind deshalb auf staatliche Grundsicherung angewiesen. Doch wenn nichts geschieht, wird sich dies rasch ändern. Die ersten Anzeichen dafür gibt es schon. So bekommen Ruheständler, die im Jahr 2010 neu in Rente gegangen sind, im Durchschnitt eine gesetzliche Rente von 655 Euro im Monat – also weniger als die Grundsicherung und viel weniger als der Durchschnitt aller Rentner. Ihr Abrutschen in die Grundsicherung wird zwar oftmals noch verhindert, weil sie oder ihr Ehepartner noch andere Einkünfte haben. Wer in seinem Arbeitsleben wenig verdient, hat jedoch auch wenig Möglichkeiten, für eine Altersvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Rente zu sparen.

Rente ist Abbild des Arbeitslebens

„Die hohe Arbeitslosigkeit und der ­Anstieg der geringfügigen Beschäftigung wirken sich dämpfend auf die Altersein­kom­men aus“, lautet die nüchterne Bestandsaufnahme des Wirtschafts-Sachver­ständigenrats der Bundesregierung. Die Zeit von 1997 bis 2006 mit weit mehr als vier Millionen Arbeitslosen, Teilzeitboom und immer mehr unsicheren ­Beschäftigungsverhältnissen spiegelt sich schon jetzt in der Rente wider – und sorgt für ein niedrigeres Alterseinkommen.

Rentenreformen drücken Rentenniveau

Auch die Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung haben in den vergangenen Jahren zu gravierenden Einschnitten geführt, etwa durch den 2001 eingeführten Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel. Derzeit beträgt das Rentenniveau – vor Steuern, jedoch abzüglich der Sozialabgaben – gut 50 Prozent. Bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent sinken. Das heißt, ein Rentner, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und entsprechend Beiträge in die Rentenkasse bezahlt hat, bekommt dann 43 Prozent des Durchschnittsverdiensts. Schon jetzt muss ein Versicherter gut 27 Jahre lang mindestens durchschnittlich verdienen, um später wenigstens 686 Euro Rente im Monat zu erhalten. In Zukunft wird es noch schwieriger auf eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu kommen.

Zuschussrente gegen Altersarmut

Die Bundesregierung will mit einer Zuschussrente gegensteuern. Sie soll im Januar 2013 eingeführt werden. Ein Jahr nach Beginn der „Rente mit 67“soll das Rentenrecht also erneut geändert werden. Menschen, die lange gearbeitet und zusätzlich vorgesorgt haben, aber dennoch nicht mehr Rente als die Grundsicherung bekämen, sollen durch die Zuschussrente bessergestellt werden. Sie stockt die reguläre Rente so auf, dass dem Ruheständler zusammen mit seinem übrigen Einkommen 850 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Nach den Plänen der Bundesregierung müssen für die Zuschussrente viele Voraussetzungen erfüllt sein: Der Rentner muss 40 Versicherungsjahre absolviert haben. Ab 2023 sollen es noch fünf Versicherungs- und Beitragsjahre mehr sein. Eine weitere Voraussetzung ist eine zusätzliche Altersvorsorge, beispielsweise eine Riester-Rente: Wer ab 2019 in Rente geht, hat nur dann Anspruch auf den Zuschuss, wenn er vorher mindestens fünf Jahre lang zusätzlich fürs Alter vorgesorgt hat.

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(Redaktion)


 


 

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