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Gesundheits-Plus im Betrieb: vieles ist steuerfrei

Gerade zu Jahresbeginn steigt dank guter Neujahrsvorsätze das Interesse an mehr Bewegung und einer gesunden Lebensweise. Von frischem Obst bis hin zu ergonomischen Büromöbeln gibt es da viele Möglichkeiten – und Unternehmer, die ihren Mitarbeitern in dieser Hinsicht etwas Gutes tun wollen, haben es zumindest aus steuerlicher Sicht einfach.

Doch Vorsicht: Nicht alles fällt unter den Steuerfreibetrag!

„Alle Maßnahmen des Arbeitgebers für die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter stellen keinen geldwerten Vorteil dar und sind daher steuer- und sozialversicherungsfrei“, sagt Andrea Witte, Partnerin der Augsburger Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Scheidle & Partner, die Mitglied im bundesweiten Netzwerk HLB Deutschland ist.

Wichtig sei dabei jedoch, dass diese Leistungen ganz überwiegend im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers erbracht werden, betont die Steuerberaterin. Zu diesen Maßnahmen gehören vor allem ergonomisch sinnvoll gestaltete Arbeitsplätze mit modernen Büromöbeln und Monitoren oder ein Fitnessraum im Unternehmen, der von den Mitarbeitern unentgeltlich genutzt werden kann.

Auch täglich frisches Obst und gesunde Getränke sind steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben, die von den Arbeitnehmern nicht versteuert werden müssen. Vorsicht sei beispielsweise bei externen Yoga- oder Pilateskursen geboten: „Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für einen solchen Kurs, erfolgt dies nicht im ganz überwiegend betrieblichen Interesse. Daher stellt dies grundsätzlich einen steuer- und sozialversicherungspflichtigen geldwerten Vorteil für den Mitarbeiter dar“, warnt Witte.

Es gäbe jedoch einen jährlichen Steuerfreibetrag in Höhe von 500 Euro pro Arbeitnehmer. Bis zu diesem können Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zusätzlich zum vereinbarten Gehalt steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt werden. Darunter fallen neben eigenen Angeboten des Arbeitgebers auch extern durchgeführte Maßnahmen wie Rückenkurse oder Kurse zur Entspannung und Stressbewältigung. Davon profitieren vor allem kleinere Unternehmen, die keine eigene Gesundheitsförderung anbieten können. Wichtig: „Der Zuschuss zu besonderen Gesundheitskursen im Fitnessstudio oder im Sportverein fällt unter den Steuerfreibetrag, die Übernahme oder Bezuschussung der Mitgliedsbeiträge jedoch nicht. Letztes ist immer steuer- und sozialversicherungspflichtig für den Arbeitnehmer“, sagt Witte.

In jedem Fall lohnt sich für den Arbeitgeber sein Einsatz in der Gesundheitsförderung, denn: „In Zeiten des Fachkräftemangels und zunehmender Überalterung der Gesellschaft wird die Gesundheit der eigenen qualifizierten Mitarbeiter immer mehr zu einem kostbaren und schutzwürdigen Gut in den Unternehmen. Wer in seine eigenen Mitarbeiter investiert, investiert in die Zukunft“, rät Witte.

Scheidle & Partner
Die Wirtschaftsprüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei Scheidle & Partner berät in allen betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Fragen. Über 90 Mitarbeiter, davon über 30 als Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und/oder Steuerberater, sind am Hauptsitz in Augsburg, im Büro in Jettingen-Scheppach sowie in der Steuerberatungsgesellschaft Scheidle, Mahle & Partner in Memmingen beschäftigt und betreuen neben Unternehmen aller Größenordnungen und Rechtsformen auch deren Organe, Gesellschafter sowie Privatpersonen. Zu dem oft langjährigen Kundenstamm zählen Banken, Kommunen und Versicherungen genauso wie Industrie, Dienstleister und zahlreiche Unternehmen der Baubranche. Scheidle & Partner Treuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft ist Mitglied im Netzwerk HLB Deutschland. Weitere Informationen unter www.scheidle.eu.

(Redaktion)


 


 

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