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Grippewelle

Vermehrt meldepflichtige Grippefälle jetzt auch in München

Sukzessive rollt die Grippewelle in der Landeshauptstadt München an. Dem Referat für Gesundheit und Umwelt liegen aktuell 24 meldepflichtige Labornachweise von Influenzaviren vor. Bundesweit zirkulieren bisher überwiegend das „Schweinegrippevirus“ (das pandemische Influenzavirus A(H1N1)2009), aber auch Influenza A(H3N2) und Influenza B-Viren.

Während der Pandemie im Jahr 2009 wurde in Deutschland vorübergehend eine Meldepflicht für den Verdacht, die Erkrankung und den Tod an pandemischer Influenza A(H1N1)2009 eingeführt. Seit Mai 2010 ist nur noch der Labornachweis von Influenzaviren meldepflichtig, der aber nur in ausgewählten Krankheitsfällen erforderlich ist. Daher sind die Fallzahlen aus der Pandemie 2009 in der absoluten Häufigkeit nicht direkt mit den Meldezahlen der Vorjahre und mit dieser Saison vergleichbar.

Übertragungswege für die Grippe

Influenzaviren werden überwiegend durch Tröpfchen beim Sprechen, Husten und Niesen übertragen. Zu einer Ansteckung kann es aber auch durch Handkontakt oder durch Gegenstände kommen, an denen Influenzaviren haften (beispielsweise Türklinken, Telefonhörer etc.). Das Referat für Gesundheit und Umwelt empfiehlt daher, auf eine sorgfältige Handhygiene zu achten und große Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Auch sollten Papiertaschentücher verwendet und der Mund beim Husten und Niesen bedeckt werden (zum Beispiel in den Ärmel niesen).

Am besten "Quarantäne" zuhause

Grippekranken wird geraten, bis zur vollständigen Genesung zu Hause zu bleiben, um sich selbst zu schonen und Mitmenschen nicht anzustecken. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (so genannte Inkubationszeit) vergehen nur ein bis zwei Tage. Typisch für die echte Grippe- Erkrankung sind das plötzlich einsetzende Krankheitsgefühl, hohes Fieber und ein trockener Reizhusten sowie Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen. Mehrheitlich klingen die Beschwerden im Laufe weniger Tage wieder ab. Die möglichen Folgen einer Influenza werden immer wieder unterschätzt.

Vorsicht bei Lungenentzündung

Es können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten, wie eine schwere Lungenentzündung oder eine Herzmuskelschädigung. Besondere Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf sind ältere Menschen, Personen mit Grundkrankheiten in allen Altersgruppen, Schwangere sowie Kleinkinder und Säuglinge. Für das Schweinegrippevirus ist bekannt, dass vor allem in jüngeren Altersgruppen schwerste Verläufe auftreten, teils aus völliger Gesundheit heraus. Daher sollte jede Erkrankung ernst genommen werden. Das Referat für Gesundheit und Umwelt empfiehlt beim Verdacht auf die Virusgrippe dringend, telefonisch den Hausarzt oder die Hausärztin zu kontaktieren, um rechtzeitig die Erkrankung zu behandeln.

Höchste Zeit für die Influenza-Schutzimpfung

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat für die genannten Risikogruppen wieder eine Impfempfehlung abgegeben. Zusätzlich sollten beruflich Exponierte (zum Beispiel medizinisches Personal) gegen Influenza geimpft sein. Der Grippeimpfstoff für die Saison 2010/11 schützt gegen die drei Erregertypen, die voraussichtlich in der aktuellen Grippesaison vorkommen. Heuer sind dies die Influenza-Virustypen A/ H1N1, A/H3N2 und B. Nach zehn bis 14 Tagen hat das Immunsystem den Schutz gegen die Erreger vollständig aufgebaut.

(Redaktion)


 


 

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