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Glück

Existiert Glück eigentlich? Wie sehr können wir unser Schicksal beeinflussen?

Kann man sich wirklich Glück herbeiwünschen? Wie sehr können wir unser Schicksal beeinflussen und existiert Glück überhaupt? Spielt Optimismus eine Rolle? Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Glück befassen wir uns in diesem Artikel.

In der englischen Sprache gibt es zwei Ausdrücke für das Wort Glück. Der eine beschreibt den Zustand, Glück zu haben (to be lucky) und der andere beschreibt das Erleben von glücklichen Umständen, die z. B. durch harte Arbeit selber herbeigeführt wurden (to be fortunate) – also, Glück das auf die eine oder andere Weise selber erarbeitet wurde.

Zwei Arten von Glück

In eine wohlhabende Familie geboren zu werden, ist pures Glück, da nichts dafür getan wurde. In eine wohlhabende Familie einzuheiraten, ist hingegen selber herbeigeführtes Glück, durch die Wahl des Partners, der Arbeit an der Ehe etc. Auch das richtige Management im Unternehmen kann bei den Mitarbeitern zu mehr Glück und Erfolg führen. In diesem Fall hat die jeweilige Person also die „richtigen“ Entscheidungen getroffen, die ihn oder sie zu diesem Glück geführt haben. Glück kann in diesem Sinne also durchaus beeinflusst werden.

Ob sich jemand glücklich schätzt, ist auch eine Frage der Perspektive. Studenten, die bei einer Prüfung besser abgeschnitten haben als erwartet, sagen vielleicht, sie hätten Glück gehabt. Andere würden sagen, dass sie mehr wussten als sie sich vorher eingestehen wollten. Fritz Heider, der Attributionstheorien in seinem Werk The psychology of Interpersonal Relations näher untersuchte, beschrieb, dass Menschen die Ursachen von Ereignissen entweder sich selbst oder äußeren Faktoren wie reinem Glück zuschrieben. Die persönliche Einschätzung der Ereignisse spielt demnach eine entscheidende Rolle beim Glück.

Optimismus und Glück

Laut Psychology Today sind Optimismus und Glück eng verwandt. Menschen, die sich glücklich schätzen, sind optimistisch oder sie glauben daran, dass sie Glück haben, heißt es in einem Artikel vom März 2013. Viele Menschen in Irland sind zum Beispiel dankbar dafür, einfach nur am Leben zu sein und ein Dach über dem Kopf zu haben, heißt es weiter. Auch sie sagen, sie hätten Glück. Die Neurowissenschaft besagt sogar, dass unser Verstand dazu veranlagt ist, optimistisch zu denken.

Durch Optimismus ist es möglich, Glück herbeizuholen. Sich Ereignisse bildlich vorzustellen bevor sie eingetreten sind, ist eine Form von Optimismus und ein Verfahren, das beispielsweise auch von Leistungssportlern eingesetzt wird. Durch das Vorstellen eines besonders schwierigen Weitsprungs oder eines besonders weiten Wurfs können sich Sportler schon im Voraus damit befassen und mögliche Ängste beseitigen, die noch bestehen und eine gute Leistung erschweren würden. Konzentrieren sie sich jedoch vor einem Sportereignis vor allem darauf, dass sie nicht gut genug sind, gelingt ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine gute Leistung. Der Körper stellt sich hier nämlich bereits darauf ein, nicht gut genug zu sein.

Nicht nur visuelle Vorstellungskraft kann zu glücklichen Umständen führen. Auch das selbst herbeigerufene Fühlen von positiven Gefühlen vor einem Ereignis kann sich auf die eigene Leistung auswirken, schreibt Psychology Today weiter. Im Nucleus Caudatus innerhalb des Striatums des Gehirns befindet sich eine Gruppe von Nerven. Diese leiten, sobald eine Belohnung bevorsteht, die Nachricht, dass sich etwas Gutes anbahnt auch an den Rest des Gehirns weiter. Je größer die Erwartung auf das Gefühl, desto mehr Aktivität findet in diesem Bereich des Gehirns statt. So entsteht dann ein echtes Glücksgefühl.

Glückszahlen in unterschiedlichen Kulturen und Spielen

Glück ist natürlich auch Ansichtssache und variiert von Kultur zu Kultur. Ein gutes Beispiel hierfür sind Glückszahlen, die länderabhängig und somit nicht weltweit einheitlich sind. In China bringt nicht nur die Zahl 8 Glück, sondern auch die 6. Diese steht zudem für einen guten Segen. Werden mehrere Sechsen aneinandergereiht, verbinden die Chinesen auch das mit Glück. Obwohl die Zahl 666 bei uns negativ konnotiert und vielen als Zahl des Teufels bekannt ist, wird sie in der chinesischen Kultur als reine Glückszahl angesehen. In Thailand gilt die 9 als Glückszahl der Bevölkerung und in Japan sogar die 13. Bei den Unglückszahlen sieht es ähnlich vielfältig aus: In Afghanistan ist die 39 eine verfluchte Zahl, in Brasilien und Italien wird hingegen die 17 mit Unglück verbunden. Ganz anders verhält es sich wiederum in der Welt der Spiele. Beim Roulette steht die 17 demnach bei vielen Spielern wie beispielsweise Schauspieler Sean Connery hoch im Kurs. Roulette kann jedoch in diversen Varianten gespielt werden. Online-Casinos bieten deshalb viele verschiedene Arten wie etwa American oder Live Roulette an. So hat jedes Spiel seinen ganz eigenen Charakter. Für welche Variante man sich letztendlich entscheidet, hängt ganz von den Vorlieben des Spielers ab. Die 17 ist zumindest in allen Roulette-Spielen vertreten. Im Billard bringt die Zahl 8, die wie oben bereits erwähnt, eine Glückszahl in China darstellt, oft jedoch Unglück. Wer die schwarze Kugel mit dieser Zahl nämlich zu früh einlocht, der verliert sofort das komplette Spiel. Ähnlich wie beim Roulette gibt es allerdings auch hier verschiedene Arten wie das Pool Billard oder Snooker. Beim Lotto ist die 13, anders als in Japan, eine richtige Flaute und die seltenste Zahl bei den Samstagsziehungen. Kein Wunder, dass die 13 hierzulande keinen guten Ruf hat - erst recht nicht an einem Freitag.

Unglück/Aberglaube

Es ist zwar nicht bewiesen, ob Zahlen wirklich Glücksbringer sind, aber das Vertrauen auf sie stärkt zweifellos unser Selbstvertrauen. Die Zahl 7 wird weltweit als eine Glück bringende Zahl angesehen und für die Angst vor der Zahl 13 gibt es sogar ein Wort: Triskaidekaphobie. Wir hegen meistens jahrelang Aberglauben. In einer Umfrage, an der 2.000 Briten teilnahmen, sagten über 80 Prozent der Personen mit einer Glückszahl, dass sie bereits ihr ganzes Leben lang daran geglaubt hätten. In Deutschland sind es in erster Linie schwarze Katzen, Freitag der Dreizehnte und umgestoßene Salzstreuer, die Unglück bringen, schreibt das Goethe-Institut auf ihrer Website. Aber führt der Glaube an Unglück auch wirklich zu unglücklichen Ereignissen oder ist es reines Schicksal, dass uns Unheil bringt, wenn uns eine schwarze Katze über den Weg läuft? Die Psychologie glaubt, dass wir durch Aberglauben unser Unglück selber herbeirufen können. Der Aberglaube wird in der Psychologie „Fehler zweiter Ordnung“ genannt. Wir beschwören sie durch eine negative Einstellung also quasi selber herbei.

Die Wissenschaft besagt also, dass wir unser Glück selbst beeinflussen können. Durch Optimismus ist es möglich, für ein positives Erlebnis zu sorgen. Damit verwandeln wir die Hoffnung in Glück durch die richtige Einstellung in glückliche Umstände.

(Redaktion)


 


 

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