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  • 14.05.2012, 09:45 Uhr
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Einsturzgefährdet

Kristallbad in Fichtelberg bei Großbrand zerstört

Das Kristallbad Fichtelberg in Oberfranken ist bei einem Großbrand am Wochenende zerstört worden. Die Schwimmhalle des Gebäudes ist jetzt einsturzgefährdet, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Bei dem Feuer entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von mehreren Millionen Euro.

Das Feuer war am Samstagabend aus bisher unbekannter Ursache in dem Freizeitbad ausgebrochen.

Nach Polizeiangaben vom Sonntag hielten sich zum Zeitpunkt des Brandes rund 200 Menschen in der Anlage auf. Alle wurden in Sicherheit gebracht, es gab keine Verletzten. Mehr als 80 Badegäste retteten sich nur in spärlicher Badekleidung ins Freie, sie wurden von Rettungskräften des Roten Kreuzes betreut.
700 Rettungskräfte in Einsatz

Feueralarm war laut Polizei kurz vor 20.00 Uhr ausgelöst worden. An den Löscharbeiten waren mehr als 700 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Polizei, Technischem Hilfswerk und Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis Bayreuth beteiligt. Das Feuer in dem Thermalbad konnte erst am Sonntag in den frühen Morgenstunden gelöscht werden.

Bei dem Freizeitbad in dem Luftkurort mit rund 2.000 Einwohnern handelt es sich nach Angaben des privaten Betreibers um eine Kristall-Radon-Sole-Therme mit angeschlossener Saunalandschaft.

Hinweise auf eine mögliche Brandursache gab es am Sonntag noch nicht. Brandfahnder der Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Bayreuth nahmen die Ermittlungen vor Ort auf.

Streit zwischen Betreiber und Gemeinde

In der jüngsten Vergangenheit soll das Kristallbad für Streit zwischen dem Betreiber und der Gemeinde gesorgt haben. Vor wenigen Wochen wurde in den örtlichen Medien auch über eine bevorstehende Schließung der Therme spekuliert. Hintergrund der Auseinandersetzungen waren nach Informationen des Bayerischen Rundfunks ausstehende Pachtzahlungen an die Gemeinde in Höhe von rund eineinhalb Millionen Euro.

Von einem schweren Schlag für das Tourismusgewerbe sprach Fichtelbergs Bürgermeister, José-Ricardo Castro Riemenschneider (unabhängig). "Das Brandunglück trifft den Fremdenverkehr hart. Und zwar nicht nur im Ort, sondern in der ganzen Region", sagte er der Online-Ausgabe des "Nordbayerischen Kuriers". Für weitere Stellungnahmen war der Rathauschef zunächst nicht zu erreichen.

(dapd-bay)


 


 

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