23.01.2012  11:13 Uhr

Business - Knigge
Geheimzeichen Händedruck

Hamburg. Er gehört zu den Begrüßungsritualen in unserer westlichen Welt: Der Händedruck oder Handschlag. Ein körpersprachliches Signal das eine Menge über uns aussagen kann, in das aber auch viel hinein interpretiert wird.

Dieses Ritual wird üblicherweise mit der rechten Hand ausgeführt, wobei die linke Hand im sichtbaren Bereich sein sollte und nicht gemütlich in der Hosentasche geparkt bleibt.

Nun hinterlassen wir bei der Begrüßung ja im wahrsten Sinne des Wortes [Ein]druck – und der sollte doch möglichst angenehm sein.
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Handschlag-Typen. Vom ‚Schraubstock‘ über den ‚Quetscher‘ oder ‚Schüttler‘ bis hin zum ‚toten Fisch‘. Sie merken schon: Auf das Maß kommt es an. 

Der optimale Händedruck ist also eher kräftig, dauert nur kurz und wird nicht von ausdauerndem Schütteln begleitet.

Entscheidend ist auch, ob die Hand mit der Handfläche nach oben, nach unten oder lotrecht gereicht wird. Dominanz, Unterwerfung oder Begegnung auf Augenhöhe. Was ist Ihnen lieber?

Reichen Sie Ihre (möglichst trockene) Hand senkrecht und umfassen Sie die ganze Hand Ihres Gegenübers. Wenn man nur seine/ihre Finger erwischt, kann selbst ein weniger kräftiger Druck schon unangenehm sein. Dann doch lieber noch einmal nachfassen; vielleicht begleitet von einer charmanten, humorvollen Bemerkung.

Im Freundes- oder Bekanntenkreis kommt manchmal noch die linke Hand dazu und wird als Verstärker der Sympathie oder Anteilnahme auf oder an die gefassten Hände gelegt. Was im Privaten gut und angemessen sein kann, wird bei allen anderen Gelegenheiten als Status-Gerangel interpretiert und sollte für Sie unbedingt tabu sein. Als Reaktion auf einen solchen Übergriff könnte eine Berührung an Oberarm oder Schulter die Machtverhältnisse wieder ins Lot bringen.

Das Signal zum Händedruck kommt immer von der ranghöheren Person. Der Chef, der ältere Mensch oder die Dame entscheiden also, wie das Begrüßungsritual ausfällt.

Aber Achtung, es gibt auch hier eine Ausnahme: Immer dann, wenn Sie in der Rolle des Gastgebers sind entscheiden Sie über die Form der Begrüßung und reichen die Hand zuerst.

Und wenn mein Gegenüber diese Regeln nun nicht kennt? Eine häufig gestellte Frage. Dann müssen Sie nach Ihrem Gefühl handeln und möglicherweise einen Regelverstoß begehen. Erlösen Sie den anderem aus dem Dilemma und werden Sie aktiv.

Dass zu einem Händedruck der Blickkontakt und ein freundliches Lächel gehören ist für Sie selbstverständlich. Wie sieht es aber mit dem Namen Ihres Begrüßungspartners aus?

Sagen Sie: 'Guten Tag Frau…'? Immer? Na, dann ist es ja gut.


 

(Marlies Smits)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Marlies Smits



 


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