29.07.2010  12:06 Uhr
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Online-Handel
Shopping in den virtuellen Weiten

München. Während der Tante-Emma-Laden genauso wie die großen Kaufhäuser unter der Wirtschaftskrise deutlich gelitten haben, zeigt sich der Online-Handel wenig beeinträchtigt.

In der virtuellen Welt legen die Verbraucher anscheinend ein deutlich anderes Kaufverhalten an den Tag.

Der Online-Handel bleibt nicht nur von dem defensiven Kaufverhalten der Verbraucher in der Wirtschafts- und Finanzkrise verschont, er wächst sogar in ansonsten für den Einzelhandel mageren Zeiten deutlich an. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) prognostizierte so auf seiner Jahrespressekonferenz für das Jahr 2010 in Deutschland einen Anstieg der Ausgaben von Verbrauchern im Internet um 12 Prozent auf 24,3 Milliarden Euro. Und so wird es nach Ansicht des bvh auch weitergehen, denn neue Technologien wie das Smartphone werden besonders gerne über das Internet gekauft und beflügeln die Entwicklung des E-Commerce.

Der Online-Handel trotzt der Krise

Und die Entwicklung kann auch das Internet-Auktionshaus eBay bestätigen: Seit Beginn der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 sind in Deutschland 35.000 Unternehmen neu als Kunden des Auktionshauses hinzu gekommen. Und das war für viele ein lohnender Schritt: So erzielten allein diese Neulinge bis heute Umsätze von 350 Millionen Euro. Die Zahl der gewerblichen Verkäufer insgesamt liegt damit bei rund 160.000. Besonderen Zuwachs haben dabei die Sparten „Kleidung, Schuhe & Accessoires“, „Auto- und Motorradteile“ sowie „Möbel & Wohnen“ erfahren.

Zu erklären ist dieses Wachstum während der Krise z.T. mit dem Trend des Cocoonig: Wenn die Wirtschaft schwächelt, tendieren die Menschen dazu, sich in die eigenen vier Wände zurück zu ziehen und sich verstärkt mit Nestbau und Hobby zu beschäftigen. Und natürlich verspricht das Internet günstigere Preise und die gewinnen bei einem weniger prall gefüllten Portemonnaie an Bedeutung. Das sinnliche Erlebnis des Kaufens im Geschäft, das Ausprobieren und Befühlen der Ware wird hingegen weniger wichtig.

Die Zukunft sieht rosig aus

Die Entwicklung beim Online-Handel wird auch bestätigt von den Zahlen des Online Business Barometers, einer Studie, die regelmäßig die größten Händler im Internet befragt:„Das Online Business Barometer zeigt, dass die Internet-Händler die Zukunftsperspektiven für ihr Geschäft mit steigendem Optimismus beurteilen. Zwei Drittel der Anbieter schaut zuversichtlich in die Zukunft und mehr als die Hälfte der Verkäufer hat sich für das laufende Jahr im Vergleich zu 2009 höhere Umsatzziele gesetzt“, so Dr. Stephan Zoll, Geschäftsführer von eBay in Deutschland.

Die zunehmende Zahl der Händler zieht auch weitere Dienstleister an, z.B. solche, die dabei helfen, aus der immer unübersichtlicher werdenden Auswahl das richtige Produkt zu finden. Das lohnt sich besonders bei der Anschaffung kostspieliger Produkte wie Solaranlage, Treppenlift oder Schlagzeug. Das Portal www.kaeuferportal.de hilft so bei der Kaufentscheidung, indem es Vergleichsangebote von verschiedenen Händlern liefert. Dazu gibt man als potenzieller Käufer einfach an, was etwa ein Schlagzeug alles können soll. Innerhalb weniger Tage liefert das Portal dann drei passende Angebote, auf die die Kriterien zutreffen. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die Angebote möglichst regional, qualitativ hochwertig und günstig sind. Das Vergleichs-Angebot selbst ist übrigens für die Suchenden kostenlos.



 

(Redaktion)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © pixelio.de/Marko Greitschus


 


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