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Notrufnummer 112

Nicht ohne Handy Wandern oder Bergsteigen

Die Empfehlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist eindeutig: Das Handy gehört beim Wandern und Bergsteigen in jeden Rucksack – für den Notfall!

So konnte vor wenigen Wochen in Reit im Winkel ein Wanderer, der sich beim Abstieg in der Dämmerung verirrt hatte, die Rettungskräfte alarmieren. Er wurde nach stundenlanger Suche gerettet.

112 – eine Erfolgsgeschichte: Vor 15 Jahren starteten die Mobilfunkprovider die Aufrüstung ihrer D1- und D2-Mobilfunknetze für die alpine Notrufnummer 112. Seit zehn Jahren können Bergwanderer im deutschen Alpenraum unter der Kurzwahl schnelle Hilfe anfordern, und zwar über die jeweils stärkste Netzverbindung. 112 hat sich mittlerweile in heute 27 europäischen Ländern als einheitlicher Euro-Notruf durchgesetzt - somit auch im gesamten Alpenraum. Laut EU kennen 31 Prozent der Europäer die 112 als ihre einheitliche und kostenfreie Notrufnummer. 

Im Gebirge kann der schnelle Notruf über das Handy lebensrettend sein, denn in den Bergen ist die nächste Hilfe oft weit weg – ohne Telefonverbindung müssten Helfer bis zur nächsten Hütte oder bis ins Tal laufen, um Retter zu alarmieren. Rund 3500 Bergunfälle zählte etwa 1994 die bayerische Bergwacht unter diesen erschwerten Bedingungen. Daher startete bereits 1995 der Ausbau für ein lückenloses Notrufsystem der beiden deutschen Mobilfunknetze – zunächst im Alpenraum. Zum Start der Sommersaison im Mai des Jahres 2000 erfolgte der Abschluss der Ausbauten. Seither können auch in vielen Gipfelregionen Rettungsdienste direkt am Unfallort alarmiert und Ersthelfer telefonisch betreut werden. 

In den vergangenen Jahren haben sich alle Alpenregionen zu gefragten Touristik- und Freizeitregionen entwickelt. Allein in Bayern und Österreich verbringen über zehn Millionen Menschen jährlich ihre Freizeit in den Bergen. Bei rund drei Viertel aller Notfälle in den Bergen wird bereits per Handy Hilfe geholt, so der Deutsche Alpenverein. Die Helfer erleben Dramatisches – sogar im Bayerischen Wald: Hier verirrten sich im Februar in der tief verschneiten Landschaft ein Mann und seine 31jährige Begleiterin sowie deren achtjähriges Kind. Ihr Anruf führte zu einer Suchaktion mit 70 Helfern. Weder Hubschrauber noch Motorschlitten konnten bei schwierigster Witterung eingesetzt werden – mit Schneeschuhen und Skiern suchten die Retter fünf Stunden lang, bis sie die völlig erschöpften Vermissten bergen konnten. 

Im Notfall lässt sich übrigens deutschlandweit über jedes Handy direkt eine Verbindung zur Kurzwahl 112 herstellen. Es muss dazu lediglich angeschaltet werden und über eine gültige SIM Karte verfügen. Das Handy sucht sich automatisch das stärkste zur Verfügung stehende Netz. Ist die Verbindung schwach oder muss es schnell gehen, kann man ohne Eingabe der PIN-Nummer direkt die Notrufnummer 112 eingeben. Der Alpenverein betont aber zugleich, dass jeder Bergwanderer verantwortlich handeln sollte – jede Tour nach Können, Erfahrung, Fitness und mit sachgerechter Ausrüstung geplant werden sollte. Für unvorhersehbare Notsituationen ist hingegen die Notrufnummer 112 ein wichtiger Teil der Rettungskette und eine wegweisende Gemeinschaftslösung der Mobilfunkprovider wie Vodafone.

(Vodafone D2 GmbH)


 


 

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