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Teilsperrung Heckenstallerstraße

Verkehrschaos vorprogrammiert

Teilsperrung der wichtigsten Münchner Hauptverkehrsader zum Ferienende

Rund 90 000 Fahrzeuge fahren binnen 24 Stunden über die Heckenstallerstraße in München. Sie ist ein Teilabschnitt des Mittleren Rings, der wichtigsten Hauptverkehrsader in der bayerischen Landeshauptstadt, die nach Angaben des Baureferats stellenweise von so vielen Pkw und Lkw genutzt wird wie keine andere Straße in Deutschland.

Ausgerechnet zum Ende der Osterferien am Wochenende geht aber in
der Heckenstallerstraße unweit des Nadelöhrs Luise-Kiesselbach-Platz, an dem die A 95 endet, nichts mehr: Wegen Bauarbeiten wird sie von Samstag, 18.00 Uhr, bis Montag, 5.00 Uhr, gesperrt. Zwar ohne Ampeln, aber mit nur einer Fahrspur pro Richtung, wird der Verkehr über die Murnauer und Höglwörther Straße umgeleitet. Das bedeutet trotz
Umfahrung Stau.

"Das Chaos ist vorprogrammiert", ist Albrecht Trautzburg, Sprecher
beim Automobilclub von Deutschland (AvD) überzeugt. "Das wird ein
kleiner GAU, wenn man eine der wichtigsten Achsen zumacht. Durch
Staus wird in Deutschland im Jahr ein volkswirtschaftlicher Schaden
von 100 Milliarden Euro verursacht. Da muss man nicht noch eins
draufsetzen."

Die Stadt ist sich nach Angaben von Baureferats-Sprecherin Nina
Lindinger "des Zeitpunkts durchaus bewusst". Lindinger zufolge war es
aber schlicht nicht möglich, das Ferienende samt Rückreise- und
Ausflüglerverkehr zu umgehen. Vor Ostern wäre es für den Abriss einer
Fußgängerbrücke, die den weiteren Arbeiten zum Bau eines Tunnels im
Weg steht, vom Bauablauf her einfach zu früh gewesen. Das Osterwochenende selbst sei auch keine Alternative gewesen, eine Woche nach dem nun gewählten Termin findet schon wieder die
Baumaschinenmesse bauma statt. Der Verkehr werde dann noch stärker sein als zum Ferienende, ist Lindinger überzeugt.

Noch eine Woche länger zu warten, ist auch nicht möglich. "Das
würde den gesamten Bauablauf durcheinanderbringen. Wir haben ein
relativ enges Zeitfenster und keinen so großen Puffer, dass wir die
Arbeiten hinausschieben können", sagt Lindinger. Somit sei nur das
Ende der Osterferien geblieben. "Wir verlieren keine Minute", verspricht sie, "es wurde noch das Beste daraus gemacht."

Vor allem am Sonntagnachmittag wird nach Einschätzung des
Kreisverwaltungsreferats (KVR) dennoch nichts mehr gehen rund um den Baustellenbereich. "Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr rechnen wir mit
Stau", sagt KVR-Sprecherin Daniela Schlegel. "Zwischen 11.00 und 19.00 Uhr wird die Strecke vollausgelastet sein, aber noch zu
bewältigen."

Der Auto Club Europa (ACE) rät ortskundigen Autofahrern in jedem
Fall dazu, das Gebiet möglichst weiträumig zu umfahren. "Ob das zu
einer kürzeren Fahrzeit führen wird, ist aber dahingestellt", fügt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner hinzu. Auch der AvD kann nur auf die
üblichen Stautipps verweisen: Autofahrer sollten den Verkehrsfunk
verfolgen, auf die Staulänge hören und längere Fahrzeiten einplanen.
Immerhin aber, sagt AvD-Pressereferentin Sabine Götz, komme die
Teilsperrung vor allem am Sonntag und nicht während der
Hauptrückreisewelle am Samstag zum Tragen. "Aber unglücklich gewählt ist der Zeitpunkt trotzdem", fügt Götz hinzu.

(ddp)


 


 

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