26.10.2011  08:36 Uhr

Heim+Handwerk
Ungeahnte Möglichkeiten entdecken

München. Innenarchitekturstudenten der Fakultät Design an der Hochschule Coburg beraten die Besucher der Heim+Handwerk vom 30.11. bis 4.12.2011 kostenfrei zur Raumplanung. Sie zeigen, wie neue Trends, beispielsweise die Gestaltung mit Textilien, individuell umgesetzt werden.

Ob Neubau, Modernisierung oder einfach nur der Wunsch nach Veränderung in den eigenen vier Wänden: Vom 30.11. bis 4.12.2011 erfahren die Besucher auf der Heim+Handwerk die aktuellen Trends im Bereich Bauen Einrichten, Wohnen und finden passende Lösungen, um ihr Zuhause individuell zu gestalten. Prof. Werner Kintzinger, Dekan der Fakultät Design an der Hochschule Coburg und die Innenarchitektin Verena Fritsch beraten die Besucher der Heim+Handwerk gemeinsam mit ihrem Team von Studierenden der Hochschule Coburg kostenfrei. Hierzu bringen die Besucher den Grundriss und Ansichten oder Fotos der eigenen Wohnung zum Planwerk-Stand in die Halle A2 mit. Sie schildern ihre persönlichen Bedürfnisse und die Familiensituation und können sich von neuen Wohnideen überraschen lassen.

Inspirierende Einrichtungskonzepte

Die persönlichen Bedürfnisse und die individuelle Raumsituation stehen am Anfang einer jeden Beratung, denn ein Allheilmittel zur Lösung von Einrichtungsfragen gibt es nicht. „Es gibt aber Gesetzmäßigkeiten, die helfen, Räume zu gestalten. Neben Farbe und Größe sind natürlich Material, Lichteinfall und Beleuchtung wichtige Parameter. Ein auffälliger Blickfang weckt Interesse“, sagt Prof. Werner Kintzinger. Der berühmte „goldene Schnitt“, der vielen aus dem Bereich der Kunst und Fotografie bekannt ist, gilt beispielsweise auch für die Gestaltung von Wohnräumen. Durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien lässt sich die Atmosphäre eines Raums komplett verändern. „Der Trend geht hierbei wieder zum verstärkten Einsatz von Textilien“, erklärt Verena Fritsch. „Ein Polstermöbel mit Stoffbezug wirkt im Vergleich zu einer Ledercouch sinnlicher und verbessert gleichzeitig die Akustik des Raums.“ Und dennoch steht der Mensch im Mittelpunkt. Zunächst finden die Berater bei Planwerk heraus wie die aktuelle Lebenssituation ist: „Von wem und für welchen Zweck soll der Raum genutzt werden?“

Verbindung von Wohnräumen

Die Besucher der Heim+Handwerk haben häufig den Wunsch, Wohnraum zu erweitern. Unter den 900 Ausstellern der Messe können Sie die passenden Elemente und Materialien auswählen und mit den Handwerkern ihre Wünsche besprechen. Denn für die Neugestaltung von Wohnräumen gibt es viele Möglichkeiten: Küchen werden offen gestaltet und mit dem Wohnzimmer verbunden. Glasfronten und Wintergärten verschmelzen das Wohnzimmer optisch mit dem Gartenbereich. Einheitliche Holzböden in Küche-, Wohn-, Schlafzimmer und Eingangsbereich schaffen ein weitläufiges ruhiges Raumgefühl. Dieses kann über Terrassendielen in gleicher Farbe und bodentiefe Fenster bis in den Garten erweitert werden. Wetterfeste Loungemöbel verlagern das Wohnzimmer im Sommer nach draußen.

Mittlerweile gibt es den Trend Schlaf- und Badezimmer miteinander zu verbinden. Doch hier rät Verena Fritsch zur Vorsicht: „Diese Kombination ist nicht für jeden geeignet. Das Bad ist ein intimer Bereich und am besten probiert man dies zunächst zum Beispiel in einem Hotel aus. Auch sollte man sich unbedingt überlegen, was passiert, wenn Gäste zu Besuch sind.“ Häufig genügt es die eigenen Nutzungs-gewohnheiten zu überdenken. Wird die Badewanne nur noch wie so oft zum Bewässern der Pflanzen gebraucht? „Dann lohnt es sich, die Badewanne durch eine großzügige, eventuell bodengleiche Dusche mit Glasabtrennung zu ersetzen“, sagt sie. Das schafft zudem Barrierefreiheit. Gerade Menschen, die ihre Wohnung umbauen nachdem die Kinder aus dem Haus sind, können so für ihr Alter vorsorgen. Dabei sind rutschfeste Fließen ebenso wichtig wie Keramik, die leicht zu reinigen ist und dadurch auch Putzmittel und Wasser spart. Ökologie und Nachhaltigkeit werden von den Besuchern der Heim+Handwerk verstärkt nachgefragt. „Die Verbraucher achten auf nachhaltige Produktion und Werthaltigkeit der Produkte ebenso wie auf Verbrauch, Energiewert und Recyclingfähigkeit“, betont Prof. Kintzinger. „Manchmal kommen die Besucher auch nur zu uns, um zunächst von uns ein unabhängiges Urteil zur eigenen Idee zu erfragen“, sagt Verena Fritsch. „Im Anschluss wenden sie sich dann direkt an den Aussteller auf der Messe.“

Gemütliche Wärme – Kaminöfen verändern Räume

Etwas komplizierter wird die Beratung, wenn es neben der Raumverschönerung gleichzeitig um die Modernisierung der Heizung geht. Wünscht man sich beispielsweise einen neuen Kaminofen muss zunächst der Kaminkehrer prüfen, ob ein zweiter oder dritter Zug in den Kamin eingebaut werden kann, da die Heizung vom Kamin getrennt verlaufen muss. Außerdem stellen die Berater des Planwerks folgende Fragen: „Ist der Rauchabzug überhaupt vom Wohnzimmeraus zugänglich? Oder gibt es eine Außenwand an der ein zusätzlicher Rauchabzug gebaut werden kann? Wozu soll der Kamin dienen? Zum Heizen in der Übergangszeit oder soll der Kamin nur an wenigen Wintertagen zur gemütlichen Atmosphäre zum Einsatz kommen?“ Sind diese Fragen geklärt, gehe die Beratung zur Inneneinrichtung noch weiter, sagt Prof. Kintzinger: „Der Einbau eines Kamins zieht oftmals zwingend eine Veränderung in der Raumnutzung nach sich, da sich die Blickrichtung und die Raumstrukturierung unweigerlich ändern.“ Die passenden Kaminöfen sowie die Handwerker zum Ein- und Umbau finden die Besucher der Heim+Handwerk direkt vor Ort. Eine Vielzahl an Betrieben bieten Kamine jeglicher Art und Form, vom Holz- und Pellet- über den Kachelofen bis hin zum Bioethanolofen. Letzterer wird nur zur Dekoration eingesetzt, kann dafür aber in jedem Raum ohne Kamin aufgebaut werden.

Online-Tickets für einen entspannten Messebesuch

Die Planwerk-Berater sind an allen fünf Messetagen für die Fragen der Besucher da. Die Öffnungszeiten der Heim+Handwerk sind Mittwoch bis Freitag von 10 Uhr bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Auf der Homepage der Messe können vorab Termine mit den Beratern des Planwerk vereinbart werden. Am besten man organisiert dies gleich beim Kauf des Online-Tickets. Das Online-Ticket spart zwei Euro zum Normalpreis und ist für 10 Euro unter folgendem Link erhältlich: www.heim-handwerk.de/besucher.
Zu erreichen ist die Messe von der Münchner Innenstadt in 20 Minuten mit der U2, Haltestelle Messestadt West. Für die Anreise mit dem Pkw ist ein elektronisches Verkehrsleitsystem über die Autobahn eingerichtet. Kostenpflichtiges Parken im Messeparkaus ist möglich.


 

(GHM)

  • Tags:
  • Heim+Handwerk
  • Innenarchitekturstudenten
  • Raumplanung
  • Einrichtungskonzepte

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © GHM



 


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