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Siemens-Schmiergeldskandal

Ex-Siemens-Chef Pierer muss Bußgeld zahlen

Im Siemens-Schmiergeldskandal muss der langjährige Vorstands- und Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer ein Bußgeld bezahlen.

"Es gibt einen rechtskräftigen Bußgeldbescheid", bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Informationen des "Handelsblatts" (Donnerstagausgabe). Pierer werde eine fahrlässige Verletzung seiner Aufsichtspflichten vorgeworfen. Er habe es versäumt, Prüfungen zu veranlassen, als er von dubiosen Zahlungen erfuhr.

Die Höhe des Bußgeldbescheids nannte die Staatsanwaltschaft nicht.
Sie liegt laut Zeitung bei Fahrlässigkeit bei maximal 500 000 Euro.
Bei der Bußgeld-Festsetzung habe die Staatsanwaltschaft positiv
berücksichtigt, dass sich von Pierer mit Siemens außergerichtlich auf
die Zahlung von Schadenersatz geeinigt hatte. Er zahlt an den Konzern
fünf Millionen Euro.

Derweil meldete "Focus Online", dass der frühere Chef von Siemens
in Griechenland, Michael Christoforakos, wegen Beihilfe zur Untreue
zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt
worden sei. Ein weiteres Verfahren, bei dem es um den Vorwurf der
Bestechung von Amtsträgern in Griechenland gegangen sei, sei am
Mittwoch vor dem Amtsgericht München gegen Zahlung von 350 000 Euro
eingestellt worden. Hintergrund der Verfahren waren die schwarzen
Kassen bei Siemens.

(ddp)


 


 

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