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Hermann Scherer

Stehen wir nicht alle auf Quickies?

Kennen Sie das? Da ist schon wieder dieser Newsletter in Ihrem Postfach gelandet. Ich spreche jetzt natürlich nicht von Newslettern, die Ihnen gefallen, sondern von denen, die Sie überhaupt nicht interessiert und die Sie nie bewusst bestellt haben. Was also tun Sie? Hermann Scherer veröffentlicht exklusiv einen gekürzten Auszug aus seinem neuen Buch Fokus! auf business-on.de.

Ich tippe mal darauf, dass Sie die E-Mail sofort löschen, also in Ihren digitalen Papierkorb befördern. Damit ist das Problem aber nur scheinbar gelöst, nämlich nur für vielleicht diese Woche. Eventuell bereits nächsten Montag oder Dienstag werden Sie die nächste Ausgabe des Newsletters in Ihrem Posteingang finden. Und dann? Werden Sie ihn wieder löschen!

Warum Sie das tun?

Nun, offenbar sind wir darauf geeicht, Quick Wins den Long Wins vorzuziehen. Wir scheuen den Zeitaufwand, der mit dem finalen Austragen der Mail-Adresse aus dem Verteiler des Absenders verbunden ist – und nehmen stattdessen in Kauf, uns immer wieder über den Newsletter zu ärgern. Und jede Woche klicken zu müssen. Der schnelle Gewinn ist die Zeitersparnis des Löschens gegenüber der endgültigen Abmeldung. Für Letztere müsste man einmalig mehr Zeit investieren, hätte aber dann den größeren Erfolg – nämlich niemals mehr diesen Newsletter zu bekommen.

Das Dumme ist nur: Wir denken zu kurzfristig und verschenken so wahre Qualität und Stabilität. Aber so ist das mit allem, wir wählen unseren Beruf oft zu schnell und wenig nachhaltig, Unternehmensberater sorgen für schnelle Kosteneinsparungen, statt für nachhaltige Strategien. Und sogar Sex im Auto kann ein Quick Win sein, wenn man damit auf den bewegungsaffinieren Sex im Bett verzichtet.
Die gute Nachricht: Es ist kein unabwendbares Schicksal, bei Quick Wins stehenzubleiben. Mit Willenskraft und dem Hinausdenken über den Augenblick ändern Sie Ihre Strategie – und geben den Long Wins den Zuschlag!

Leistung ist gleich Potenzial minus Störfaktoren

„Leistung ist Potenzial minus Störfaktoren.“ Wir alle sind hochintelligent, naja fast alle und tragen ein riesiges Potenzial in uns. Wir sind außergewöhnlich. Wir sind besonders, jeder auf seine Weise. Wir sind bemerkenswert. Nur leider scheint bei vielen von uns dieses außergewöhnliche Potenzial unter einer großen Last von Hindernissen, Behinderungen, Hemmnissen verschüttet, wenn nicht sogar erdrückt worden zu sein.
Diese Aussage beschreibt die Herausforderung menschlichen Seins in der heutigen Zeit deutlich und pointiert. Jeder hat ein riesiges Potenzial. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: Wie gut kommen Sie an Ihr Potenzial heran?
Ihr Potenzial ist da. Es sind die täglichen großen und kleinen Störfaktoren, die uns daran hindern das Potenzial zur ganzen kraftvollen Entfaltung zu bringen. Es ist wie die Nadel im Heuhaufen. Das Potenzial ist da, das Heu stört nur.

BUCHEMPFEHLUNG:

Not-to-do

Deshalb gilt es sich jährlich die Frage stellen, welche Dinge man im nächsten Jahr nicht mehr tun wird. Ja, wir brauchen nicht nur Liste, eine To-Do-Liste für unsere Ziele, wir brauchen auch eine Not-to-do-Liste: Investieren Sie darin, Dinge nicht zu tun. Also Geld einzusetzen, um Dinge, die getan werden müssen, nicht selbst zu tun – sondern von anderen erledigen zu lassen. Mit anderen Worten: zu delegieren!

Delegieren

Alles, was Sie delegieren können dürfen Sie nicht selbst machen! Insbesondere dann nicht, wenn Sie Ihr Potenzial voll ausnutzen wollen. Wenn Sie das, was Sie richtig gut können, auch wirklich zur Geltung bringen wollen. Wenn Sie das, das Sie in sich tragen, zum Blühen bringen wollen. Alles, was auch andere können, müssen Sie delegieren, damit Sie Zeit haben für das, was Sie einzigartig gut können und was kein anderer kann. Dabei geht es um die Radikalität der Selbstbestimmung.

Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten

Eine Untersuchung von Studenten des Studiengangs der Bundesfachhochschule des Deutschen Lebensmittelhandels zeigte wer im Laufe der Jahre signifikant erfolgreich geworden ist und wer sich kaum, oder nur ein wenig weiterentwickelt hat: Diejenigen, die sich immer mehr aus dem Alltagsgeschäft herausgezogen haben, die, die nicht nur im, sondern auch am Unternehmen gearbeitet haben, konnten große Erfolge erzielen. Diejenigen, die gerne auch mal an der Kasse saßen, um sich eine Kassiererin zu sparen waren signifikant weniger erfolgreich. (Und der Jahresgewinn ist meist kaum größer als das Einkommen einer Kassiererin – falls überhaupt.)
Es gibt Dinge im Leben, die muss man radikal verändern und darf sie zumindest nicht auf Dauer zulassen. Leistung ist gleich Potenzial minus Störfaktoren.

Gekürzter Auszug aus dem Buch „Fokus! Provokative Ideen für Menschen, die was erreichen wollen“ von Hermann Scherer. In jedem Buch finden Sie einen Gutschein für den kostenlosen Besuch seiner Vorträge oder 500 Euro Nachlass auf eine seiner Seminar-Veranstaltungen. http://amzn.to/2a3X7HV

(Redaktion)


 


 

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