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Heuschnupfen

Was hilft, wenn der Frühling zur Qual wird

Wir alle können nach dem langen Winter den Frühling kaum noch erwarten. Bis er sich dann mit Augenjucken, Niesen, Husten meldet. Der Grund: Fast jeder vierte Westeuropäer leidet an Heuschnupfen. Welche Medikamente hier am besten lindern hat test.de herausgefunden.

Die gute Nachricht vorweg: Heuschnupfenmittel können in der Tat helfen, die Beschwerden zu lindern, allerdings muss der Patient aufpassen, mit dem Griff zum richtigen Mittel lässt sich nämlich viel Geld sparen.

Jeder Vierte ist betroffen

Wenn die Natur zu blühen beginnt, müssen sie niesen und husten, sie atmen und schlafen schlecht, im Extremfall kommen Asthmaanfälle dazu. Schätzungsweise 23 von 100 Westeuropäern reagieren allergisch auf Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Kräutern. Die meisten kämpfen mit den Pollen der Frühblüher Erle, Hasel und Birke. Birkenpollen gelten als besonders aggressiv, im April haben sie Hochsaison.

Immunsystem startet wilde Abwehrschlacht

Das Problem: Empfindliche Menschen können den Pollen nicht vollständig ausweichen. Der Wind verteilt diese Transportpartikel für männliches Pflanzenerbgut bis zu 500 Kilometer weit. An sich sind Pollen harmlos. Doch bei Allergikern lösen sie eine Fehlreaktion des Immunsystems aus. Wenn die Pollen über die Schleimhäute in den Körper gelangen, erkennt er sie fälschlicherweise als einen Feind. Die Folge: Das Immunsystem startet eine wilde Abwehrschlacht. Dabei setzt es das Gewebehormon Histamin frei, das zum Beispiel Schwellungen und Jucken hervorruft.

Experten bewerten die besten Mittel

Etwa zwei Drittel der Allergiker nutzen rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke, um Allergien zu behandeln. Die Arzneimittel-Experten der Stiftung Warentest – dazu gehören Pharmakologen und Mediziner verschiedener Fachrichtungen unter Leitung von Professor Dr. Gerd Glaeske – haben die Medikamente nach evidenzbasierten Methoden bewertet. Die Tabellen zeigen, welche 50 Augentropfen, Nasensprays, Tabletten, Tropfen, Sirupe und Säfte sich am besten zur Behandlung von Heuschnupfen eignen und zudem noch am preiswertesten sind.

Ohne Konservierungsstoffe ist besser

Die Präparate gegen Heuschnupfen wirken unterschiedlich: Die Wirkstoffe Cromoglizinsäure und Lodoxamid in Augentropfen und Nasensprays zum Beispiel reichern sich in speziellen Immunzellen an und verhindern so, dass der Körper Histamin freisetzt. Beide Wirkstoffe entfalten ihren Effekt, wenn sie vorbeugend – etwa ab 14 Tage vor dem Pollenflug – genutzt werden. Dabei empfehlen sich unkonservierte Varianten. Sie lassen sich längere Zeit anwenden, ohne die Schleimhäute zu schädigen. Antihistaminika dagegen wirken akut. Sie bremsen das Immunsystem aus, indem sie Bindungsstellen an den Zellen blockieren. Antihistaminika stecken sowohl in Augentropfen und Nasensprays für die lokale Behandlung als auch in Mitteln zum Einnehmen. Über Tabletten, Tropfen, Säfte und Sirupe wirken sie im ganzen Körper.

Moderne Mittel machen wenig müde

Je nach Wirkstoff können Antihistaminika müde machen. Das gilt vor allem für Wirkstoffe der ersten Generation wie Clemastin und Dimetinden. Sie gelangen in beträchtlichem Maß ins Gehirn und vereiteln, dass die Nervenzellen wach machendes Histamin ausschütten. Die Folge: Schläfrigkeit. Bei modernen Wirkstoffen wie Cetirizin und Loratadin passiert das seltener. Sie dringen kaum ins Gehirn.

Viel Sparpotenzial beim Kauf von Generika

Mit Nachahmerpräparaten, den sogenannten Generika, lässt sich im Vergleich zum Originalmedikament viel Geld sparen. Die Generika enthalten den gleichen Wirkstoff wie das Original, dessen Patentfrist ausgelaufen ist und das daher nachgebaut werden darf. Sie sind nicht weniger sicher, aber billiger. So kosten zum Beispiel 20 Tabletten des Nach-ahmerpräparats Cetirizin ADGC 2,96 Euro. Damit sind sie fast sechsmal günstiger als das Original Zyrtec. Das kostet 17,29 Euro. Große Preisunterschiede haben die Medikamenten-Experten der Stiftung Warentest auch bei Nasensprays und Augentropfen festgestellt. Hier gibt es noch weiteres Sparpotenzial: Nasensprays und Augentropfen gibt es oft auch im Set und sind dann deutlich günstiger.

Quelle, weitere Informationen und Tipps zu dem Thema gibt es bei test.de

(Redaktion)


 


 

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