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Nachwuchskräfte

Eindimensionale Stereotypen sind nicht gefragt - Top-Unternehmen suchen kreative Nachwuchskräfte mit eigenem Profil

Immer mehr Unternehmen klagen über Hochschulabsolventen, die eindimensionalen Stereotypen ähneln: ständig bemüht, den Lebenslauf zu optimieren, aber ohne Ideenreichtum oder den Willen, ungewohnte Wege zu gehen.

Dabei wünschen sich Unternehmen junge Nachwuchskräfte, die mehr als ein erfolgreiches Studium absolviert haben. Gefragt sind kreative Köpfe, die jenseits eines starren Lehrplans Eigeninitiative zeigen und ihr Profil individuell schärfen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern der Online-Stellenbörse JobStairs, zu der derzeit 50 der größten und attraktivsten deutschen Unternehmen gehören.

Vernetztes Denken, unorthodoxe Lösungen und innovatives Handeln sind Kernfähigkeiten, die Unternehmen heute von Berufseinsteigern erwarten. Auf der anderen Seite versucht ein Großteil der Studenten sich mit perfekten Lebensläufen so passgenau für mögliche Arbeitgeber zu machen, wie es nur geht. Die Selbstständigkeit und Individualität früherer Uni-Generationen nimmt immer stärker ab. Stattdessen nimmt die Mehrheit die strengeren Bachelor-Strukturen an: stromlinienförmig und so schnell wie möglich durchs Studium. Für intellektuelles Sich-Ausprobieren oder außeruniversitäres Engagement bleibt kaum noch Zeit. "Studenten sollten sich neben dem Studium die Zeit nehmen, um diese Erfahrungen zu sammeln", sagt Christine Keiner, Director Recruitment University & Diversity bei der SAP AG. "Ein wichtiger Erfolgsfaktor für ein Unternehmen ist, dass Mitarbeiter kreativ und offen für Neues sind und bei der Arbeit über ihren eigentlichen Aufgabenbereich hinausschauen."

Eigeninitiative ist gefragt

Was heute viele Personaler vermissen, sind Bewerber mit Neugier und individuell Besonderem. "Ein Studienabschluss mit jungen Jahren ist zwar begrüßenswert, doch unabhängig vom Lehrplan sollte jeder Student die Chance nutzen und begleitend zum Studium Berufs- und Lebenserfahrung sammeln", sagt Jens Plinke, Manager Corporate Employer Branding bei Henkel. Dabei spiele unabhängig von den spezifischen Rahmenbedingungen der eigenen Hochschule vor allem die Eigeninitiative der Studenten eine erhebliche Rolle. "Wir schätzen an Absolventen neben ihrem Wissen vor allem Kreativität, Internationalität und erste Projekterfahrung, welche auch gerne im sozialen Umfeld gesammelt werden kann. Diese Eigenschaften sollten auch bei den engen Lehrplänen nicht auf der Strecke bleiben."

Christine Keiner sieht die Lösung des Problems in einer engeren Verzahnung von Theorie und Praxis. "In der Hochschulausbildung sollte stärker Wert auf Praktika, Auslandssemester und außeruniversitäres Engagement gelegt und in die Studienpläne eingebaut werden. Auch, wenn dadurch aus einem sechs- ein siebensemestriges Bachelorstudium wird."

(Redaktion)


 


 

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