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HRE bezeichnet Vorwurf der Insolvenzverschleppung als haltlos

Die schwer angeschlagene Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat den Vorwurf der Insolvenzverschleppung in einer ersten Reaktion als "halt- und substanzlos" zurückgewiesen.

Das sagte ein Sprecher des Konzerns am Freitag in München. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München bestätigte unterdessen den Eingang von zwei Anzeigen. Der Sachverhalt werde nun routinemäßig geprüft.

Zuvor hatte "Focus Online" berichtet, bei der Staatsanwaltschaft seien zwei Strafanzeigen wegen Insolvenzverschleppung eingegangen. Der Nürnberger Anwalt, der im Namen zweier Mandanten Anzeige gestellt hatte, sagte der Internetausgabe des Magazins, die Kernkapitalquote der HRE sei zum 31. März auf 3,4 Prozent geschmolzen. Diese Zahl sei am 5. Mai publik geworden. Da die rechtliche Mindestanforderung bei 4,0 Prozent liege, hätte der Vorstand  unverzüglich Insolvenz  beantragen müssen.

Die HRE wird derzeit mit Hilfen in Höhe von insgesamt 102 Milliarden Euro am Leben gehalten, davon 87 Milliarden Euro vom Staat. Die Bank gilt wegen ihrer starken Verflechtungen mit anderen Finanzinstituten als systemrelevant. Ihr Zusammenbruch hätte unabsehbare Folgen für das Finanzsystem. Daher übernimmt der Bund über den staatlichen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) derzeit die Bank. Nach einem Übernahmeangebot hält er bereits rund 47 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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