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  • 14.04.2010, 14:58 Uhr
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Bitte lächeln in Österreich

Raser werden nun auch von vorne geblitzt

Auch in Österreich werden jetzt die Radaranlagen mit Frontkameras ausgestattet, um keine Zweifel über die Identität des Fahrers aufkommen zu lassen.

„Davon sind nicht nur Einheimische betroffen, auch deutsche Autofahrer müssen noch öfter mit einem vollstreckbaren Bußgeldbescheid aus Österreich rechnen“, warnt Dr. Hubert Tramposch von der Anwaltskanzlei Tramposch & Partner in Innsbruck. Die ersten Geräte sind schon im Einsatz, und zwar auf der Wiener Außenringautobahn (A21), der Wiener Außenring Schnellstraße (S1), der Tauern Autobahn (A10) und der Inntal Autobahn (A12).

Der Fahrer wurde bisher in Österreich bei einem Verkehrsverstoß nicht fotografiert. Statt dessen blitzte die Polizei den Fahrzeugen hinterher und begnügte sich mit dem Kennzeichen. Tramposch, dessen Kanzlei Mitglied im internationalen Beratungsnetzwerk Geneva Group International (GGI) ist, beschreibt das bisherige Verfahren: „Als Ausgleich für die fehlende Fahrerinformation reichte den Behörden bislang die Lenkerauskunft. Das bedeutet, dass der Halter des erfassten Fahrzeugs den Fahrer benennen muss. Erfolgt die Auskunft nicht binnen 14 Tagen, macht sich der Halter strafbar. Der eigentliche Verkehrsverstoß bleibt dann allerdings ungesühnt.“ Für den Halter konnte das sogar von Vorteil sein, wenn die Bestrafung wegen der Nichterteilung der Lenkerauskunft weniger schwerwiegend war als die Konsequenzen aus dem Verkehrsverstoß.

Nicht nur die Auslandsvollstreckung – sie wird im laufenden Jahr auf die gesamte EU ausgedehnt – wird durch das Fahrerfoto erleichtert werden. „Wenn jemand in Zukunft den falschen Lenker angibt, der Polizei jedoch ein Frontfoto von ihm als Beweis vorliegt, muss er als Halter einerseits mit einer Bestrafung wegen falscher Lenkerauskunft rechnen und wird überdies als Fahrer für die Verkehrsübertretung bestraft. Dazu können dann noch weitere Maßnahmen wie der Entzug der Lenkberechtigung kommen“, warnt Tramposch. Wenn auf dem Frontbild zudem ersichtlich ist, dass der Fahrer telefoniert oder nicht angeschnallt ist, kann er hierfür gleich mit bestraft werden. Die neuen Frontfotos und die daraus resultierenden Strafen betreffen ausschließlich den Fahrer. Weitere auf dem Foto erkennbare Personen müssen aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht werden.

(Redaktion)


 


 

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