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Währungsschwankungen und Hurrikane Irene belasten Munich Re

Der Münchner Rückversicherer Munich Re geht davon aus, dass die Finanzkrise sein Geschäft weiter belasten kann. Währungsschwankungen haben den weltweit tätigen Konzern bereits mehrere hundert Millionen Euro gekostet. Hinzu kamen Versicherungszahlungen für Schäden durch den Hurrikane Irene. Das geht aus dem am Dienstag vorgelegten Geschäftsbericht für das dritte Quartal hervor.


Nach vorläufigen Schätzungen habe Irene in der Karibik und in den USA einen versicherten Schaden von umgerechnet etwa 5,1 Milliarden Euro verursacht, teilte der DAX-Konzern mit. Munich Re fungiert als ein Versicherer von Versicherungen. Durch das verheerende Erdbeben am 11. März in Japan, welches Schäden in Höhe von 21 Milliarden Euro verursachte, hatte Munich Re 1,5 Milliarden Euro verloren.

Die Münchner wollen sich nicht festlegen, wie viel sie in diesem Jahr verdienen werden. Die Lage sei zu unsicher. "Für belastbare Ankündigungen ist es zwei Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres noch zu früh", sagte Finanzvorstand Jörg Schneider. "Wir streben aber weiterhin an, eine Dividende in Höhe des im Vorjahr erreichten Betrags von 6,25 Euro je Aktie zu zahlen." Die Aktie fiel zum Handelsauftakt um rund zwei Prozent, erholte sich aber rasch und notierte gegen 10.00 Uhr wieder deutlich im Plus.

Der Nettogewinn fiel im Vergleich zum Vorjahr um fast zwei Drittel auf 290 Millionen Euro. Analysten hatten ein besseres Ergebnis erwartet. Neben Währungsschwankungen waren auch Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen in Höhe von 45 Millionen Euro Grund für den Gewinnrückgang. Insgesamt konnte Munich Re ihre Bruttoprämien den Angaben zufolge um sieben Prozent auf 12,22 Milliarden Euro steigern.

(dapd-bay)


 


 

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